Jorge Lorenzo ist mit dem Auftakt beim dritten Heimrennen zufrieden © Yamaha

Jorge Lorenzo sparte am Freitagvormittag Motorlaufleistung und fuhr am nassen Nachmittag auf Platz drei - Mit dem Auftakt in Aragon ist der WM-Führende zufrieden

Der erste Trainingstag in Aragon ähnelte dem Freitag von Misano. Die Strecke war nicht nass genug für Regenreifen, aber auch nicht trocken genug für Slicks. Deshalb blieben die meisten Fahrer am Vormittag an der Box. Auch Lorenzo ging im ersten Training nicht auf die Strecke und sparte wieder einmal Motorlaufleistung. Am Nachmittag drehte der Spanier schließlich 15 Runden und markierte die drittschnellste Zeit hinter seinem Yamaha-Teamkollegen Ben Spies sowie hinter WM-Konkurrent Dani Pedrosa (Honda). Eine halbe Sekunde fehlte Lorenzo auf die Bestzeit, doch das beunruhigte ihn nicht.

"Es war heute nur ein halber Arbeitstag. Am Vormittag war es so wie in Misano, also entschieden wir uns dazu an der Box zu bleiben und den Motor etwas zu schonen", bestätigt der Lokalmatador. "In Misano und hier haben wir ungefähr 300 Kilometer gespart. Das ist besser als nichts. Am Nachmittag wollte ich so früh wie möglich schnell fahren und konstant sein. Ich glaube das habe ich geschafft." Die Konstanz war wieder vorhanden, aber seine direkten Gegner waren schneller.

"Am Ende bin ich keine schnelle Runde gefahren. Ben und Dani waren schneller, aber ich glaube, sie sind mit frischeren Reifen gefahren und sind mehr Risiken eingegangen. Es ist okay. Ich habe ein gutes Tempo im Regen", zieht Lorenzo Fazit. Es gibt aber noch Raum für Verbesserungen: "Das Motorrad funktioniert sehr gut. In bestimmten Bereichen brauchen wir noch mehr Traktion, aber ich fühlte mich von Beginn an auf dem Motorrad wohl."

Das Motor-Thema ist speziell seit dem Startcrash in Assen ein Thema bei Yamaha, denn damals verendete ein fast brandneues Triebwerk spektakulär in einer weißen Rauchwolke. Müsste Lorenzo in diesem Jahr einen siebten Motor einsetzen, dann müsste er einmal aus der Boxengasse starten. Er sieht sich aber auf der sicheren Seite. "Wenn es keine weiteren Probleme gibt und wir keinen weiteren Motor verlieren, dann sind wir bis Saisonende auf der sicheren Seite. Wenn sich aber die Möglichkeit bietet etwas Laufleistung zu sparen, dann ist es gut, falls ein weiterer Motor kaputt geht."

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