Alvaro Bautista war am Ende mit Slicks am schnellsten unterwegs © Gresini

Auch im dritten Training herrschen gemischte Streckenbedingungen in Misano - Auf abtrocknender Piste ist schließlich Alvaro Bautista Schnellster

Auch im dritten Freien Training herrschten in Misano knifflige Streckenbedingungen. Der Asphalt war zu Beginn der 45 Minuten wieder leicht feucht, aber nicht nass genug, um vernünftig mit Regenreifen zu fahren. An Slicks war zunächst nicht zu denken. Dennoch gingen die meisten Fahrer in der ersten Trainingshälfte mit Regenreifen auf die Strecke. Plötzlich blinzelte die Sonne durch die Wolken und in den letzten Momenten wurden schließlich doch noch Slicks aufgezogen. Die Rundenzeiten waren nur bedingt aussagekräftig, denn nicht jeder war mit Slicks draußen, es wurden unterschiedliche Rundenanzahlen gedreht und andere Programme verfolgt.

In erster Linie besichtigten die Fahrer den Kurs. Am Ende hatte Alvaro Bautista (Gresini-Honda) in 1:42.393 Minuten die Nase vorne. Damit war der Spanier allerdings um drei Zehntelsekunden langsamer als Karel Abraham (Cardion-Ducati) am Freitag. Der Tscheche war damit in der kombinierten Zeitenliste auf Platz eins zu finden. Im dritten Training meldete sich Valentino Rossi mit seiner Ducati auf dem zweiten Platz. In den letzten Minuten folgte der Italiener, der bei seinem Heimrennen wieder mit einem speziellen Helmdesign unterwegs ist, Bautista um den Kurs. Am Ende fehlten 1,059 Sekunden.

Bautista und Rossi waren mit 17 beziehungsweise 18 Runden die fleißigsten Fahrer. Jorge Lorenzo (Yamaha) begnügte sich mit deren 13 und reihte sich mit drei Sekunden Rückstand als Dritter ein. Sein Titelkonkurrent Dani Pedrosa (Honda) fuhr lediglich neun Runden. Der Spanier klassierte sich als Vierter. Wie wenig aussagekräftig die Zeiten waren zeigte, dass sich Danilo Petrucci (Joda) zwischen Andrea Dovizioso (Tech-3-Yamaha) und Stefan Bradl (LCR-Honda) auf den sechsten Platz schob.

Trotz der widrigen Umstände gab es wenige Zwischenfälle. Lediglich Rookie David Salom (Avintia) war einmal neben der Strecke. In der Zeitenliste herrschte ein bunter Mix zwischen Prototypen und CRT-Bikes. Ducati-Pilot Nicky Hayden drehte insgesamt zwölf Umläufe, um den Zustand seiner verletzten rechten Hand zu überprüfen. Stoner-Ersatz Jonathan Rea (Honda) tastete sich in 13 Runden um die Strecke und markierte in seinem letzten Umlauf auch seine persönliche Bestzeit. Es fehlten sechs Sekunden. Das Wetter macht es speziell für die Neulinge Rea und Salom nicht einfach.

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