Nicky Hayden gab nach verpatztem Start alles, verpasste die Top 5 aber knapp © Ducati

Ducati-Pilot Nicky Hayden rechnete sich im Regen von Le Mans einiges aus, musste nach einem missglückten Start aber mit Platz sechs Vorlieb nehmen

Während Valentino Rossi mit Platz zwei in Le Mans für das beste Ducati-Ergebnis seit dem zweiten Platz von Casey Stoner beim Saisonfinale 2010 in Valencia sorgte, hatte Teamkollege Nicky Hayden im Verlauf der 28 Runden auf der zweiten GP12 des italienischen Werksteams mehr Mühe. Der US-Boy kämpfte auf trockener Strecke am gesamten Wochenende mit dem Setup seiner Ducati und hatte nichts dagegen, als die Wetterbedingungen am Sonntag einen anfangs nassen Grand Prix von Frankreich bereithielten.

Von Startplatz elf zeigte Hayden einen guten Start, nur um auf den folgenden Metern in massive Schwierigkeiten zu geraten. "Irgendetwas muss auf der Innenbahn der Startaufstellung gewesen sein, denn jeder, der innen startete, stürzte oder war kurz davor", rätselt der Ducati-Pilot. Lokalmatador Randy de Puniet verlor seine ART des Aspar-Teams tatsächlich noch vor dem ersten Überfahren der Linie aus der Kontrolle und stürzte.

Hayden konnte ähnliches gerade so vermeiden. "Mein Start an sich war gut, aber als ich in den zweiten Gang schalten wollte, verlor der Hinterreifen schlagartig Haftung und das Bike machte einen Schlenker", berichtet der US-Amerikaner, der sich anschließend im Getümmel des Mittelfeldes wiederfand und in der Gischt seiner Vorderleute "ein paar Runden lang nichts sehen konnte".

Nachdem er einige der Fahrer im Mittelfeld kassiert hatte, fand Hayden eine freie Strecke vor und hatte "einen guten Rhythmus", wie er sagt. Der Ducati-Pilot war schon bis auf zwei Sekunden an Dani Pedrosa und Stefan Bradl dran, als er die GP12 um ein Haar verloren hätte. "Ich wäre beinahe gestürzt und musste erneut aufholen. In der Schlussphase erreichte ich das Hinterrad von Bradl, kam aber nicht vorbei."

Auf der Linie musste sich Hayden im Kampf um Platz fünf um 0,365 Sekunden gegenüber dem LCR-Honda-Piloten geschlagen geben. "Es ist enttäuschend, denn wir hatten ein wirklich gutes Bike für die nassen Bedingungen", was Teamkollege Rossi mit Platz zwei eindrucksvoll unter Beweis stellte.

So blieb Hayden nichts anderes übrig als mit Rang sechs Vorlieb zu nehmen und dem Team zum ersten Podestplatz seit genau einem Jahr zu gratulieren: "Ich weiß, dass heute mehr als Platz sechs möglich gewesen wäre, aber der Start hat dies nicht zugelassen. Glückwunsch an das Team zum Podium, sie haben es wirklich verdient."

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