Der Sturz konnte Casey Stoner nichts anhaben - Er fuhr trotzdem die Bestzeit © Honda

Weltmeister Casey Stoner stürzt im dritten Freien Training in Le Mans und fährt mit der Ersatz-Honda anschließend die Bestzeit

Das dritte Freie Training in Le Mans fand bei trockenen, aber kniffligen Bedingungen statt. Kurz vor dem Start des Moto3-Trainings davor hatte es leicht getröpfelt. Die Strecke war trocken und es herrschten niedrige Asphalttemperaturen von rund 16 Grad. Es wurde aber problemlos mit Slicks gefahren. Für Weltmeister Casey Stoner waren es turbulente 45 Minuten. Gegen Halbzeit des Trainings lag der Australier plötzlich im Kiesbett. In der Schikane, in der im Vorjahr Dani Pedrosa und Marco Simoncelli kollidiert waren, war dem Weltmeister ein Fahrfehler unterlaufen.

Am Ausgang kam er innen auf die Randsteine und rutschte aus. Stoner war dabei nichts passiert und er kehrte an die Honda-Box zurück, wo das Ersatzmotorrad vorbereitet wurde. In den letzten elf Minuten war der Australier wieder auf der Strecke und brannte gleich wieder Bestzeiten in den Asphalt. Schließlich blieb die Uhr bei 1:33.945 Minuten stehen. Dem Rest des Feldes nahm der Ausnahmekönner knapp eine halbe Sekunde ab. Auf Platz zwei schob sich Cal Crutchlow mit der Kunden-Yamaha. Für sein Tech-3-Team ist Le Mans das wichtige Heimrennen. Der Brite war um 0,480 Sekunden langsamer als Stoner.

Tech 3 präsentierte sich stark, denn Andrea Dovizioso folgte als Dritter (+0,484). Das Duell der beiden schwarzen Yamaha war wieder eröffnet, denn Crutchlow war lediglich um vier Tausendstelsekunden schneller als sein Teamkollege. Erst auf Platz vier folgte Jorge Lorenzo mit der Werks-Yamaha. Sein Rückstand auf WM-Konkurrent Stoner betrug 0,511 Sekunden. Am Freitag hatte Lorenzo über mangelnden Grip am Hinterrad geklagt und er experimentierte weiter an der Abstimmung seiner M1.

Eine erneut starke Vorstellung zeigte Alvaro Bautista. Wie am Freitag mischte der Gresini-Honda-Pilot im Spitzenfeld mit und klassierte sich als Fünfter (+0,526). Pedrosa konnte das Tempo von Stoner nicht gehen und war um über sechs Zehntelsekunden langsamer. Damit reihte sich der Spanier hinter seinem Landsmann Bautista auf Platz sechs ein. Dafür lief es für das Ducati-Team im dritten Training etwas besser.

Betrug der Rückstand am Freitag noch 1,3 Sekunden, so konnte Valentino Rossi die Lücke auf 0,812 Sekunden drücken. Wenn man Stoners großen Vorsprung berücksichtigt, dann hatte der Italiener fast den Anschluss an das Verfolgerfeld gefunden. Nicky Hayden wurde hinter Hector Barbera (Prama-Ducati) Neunter. Auch Karel Abraham (Cardion-Ducati) gelang ein Sprung vom Vortag und er verbesserte sich auf Rang zehn.

Weit weg war dagegen Ben Spies. Dem Texaner fehlten 1,4 Sekunden auf die Spitze. Von den Zeiten des Tech-3-Duos und seines Yamaha-Teamkollegen Lorenzo war Spies weit entfernt und kam lediglich auf Position elf. Langsamster Prototyp war wieder Rookie Stefan Bradl (LCR-Honda). Der Deutsche fuhr insgesamt 20 Runden. In seinem schnellsten Umlauf fehlten 1,5 Sekunden auf Stoner.

De Puniet dominiert die CRT-Fahrer

Im Feld der Claiming-Rule-Fahrer war erneut Lokalmatador Randy de Puniet (Aspar) klar der Schnellste. Um 2,4 Sekunden war der Franzose auf dem Stop-and-Go-Kurs langsamer als der schnellste Prototyp. Speziell in den Anfangsminuten ging es turbulent zu. Danilo Petrucci (Ioda) stürzte und auch Mattia Pasini (Speed Master) ging zu Boden. Letzterer machte Bradl Platz und berührte dabei leicht das Hinterrad der Honda. Während der Deutsche weiterfahren konnte, hielt sich Pasini im Kiesbett ein Handgelenk.

Hinter de Puniet war Michele Pirro (Gresini-Honda) der zweitschnellste CRT-Fahrer. Auf den weiteren Plätzen folgten Yonny Hernandez (Avintia), Petrucci, Aleix Espargaro (Apar), James Ellison (PBM), Ivan Silva (Avintia) und Edwards-Ersatz Chris Vermeulen (Suter-BMW). Silva legte seine Konzentration wieder auf den FTR-Rahmen, nachdem er am Freitag noch mit dem Inmotec-Chassis experimentiert hatte. Für den Nachmittag ist Regen angesagt.

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