Jorge Lorenzo mangelte es zu Beginn an Vertrauen am Kurveneingang © RACE-PRESS.com

Jorge Lorenzo arbeitete am Freitag in Le Mans an der Abstimmung seiner Yamaha und konnte das Gefühl deutlich verbessern - Ben Spies bei Sturz unverletzt

Das Yamaha-Werksteam hatte am ersten Trainingstag in Le Mans etwas Rückstand auf die Honda-Konkurrenz. Jorge Lorenzo fehlten 0,396 Sekunden auf die Bestmarke von Weltmeister Casey Stoner. Das bedeutete hinter Dani Pedrosa Rang drei. Lorenzo hatte am Vormittag mit dem Grip am Hinterrad zu kämpfen. Kontinuierlich arbeitete der Spanier an der Abstimmung seiner YZR-M1 und tastete sich an das Honda-Duo heran. Sein Teamkollege Ben Spies hatte größere Schwierigkeiten. Im zweiten Training stürzte der Texaner in Kurve zwei, blieb dabei aber unverletzt. Mit der Ersatzmaschine konnte sich der 27-Jährige noch auf Platz fünf verbessern. Sein Rückstand betrug 0,727 Sekunden.

"Am Vormittag hatte ich am Kurveneingang einige Probleme", sagt Lorenzo. "Ich habe dem Motorrad nicht sehr vertraut. Für den Nachmittag nahmen wir einige Änderungen vor. Das Gefühl und die Rundenzeit besserten sich stark. Ich bin eine halbe Rennsimulation gefahren und das Tempo war gut. Für ein Trockenrennen sind wir bereit, aber alle sagen, dass es regnen wird. Das würde die Bedingungen komplett verändern."

Der Sturz von Spies war ein weiterer Punkt in seiner bislang durchwachsenen Saison. "Der Tag war okay. In beiden Trainings in den Top 5 zu sein, ist nach Estoril sehr gut, speziell weil ich hier in der Vergangenheit immer zu kämpfen hatte", sagt der US-Amerikaner. "Am Nachmittag ist mir ein kleiner Fehler unterlaufen. Ich bin schnell in Kurve eins hineingefahren und war dann für Kurve zwei zu schnell. Deshalb bekam ich diese Kurve nicht."

"Ich bin dann mit dem Ersatzmotorrad gefahren und war zufrieden, weil ich mit einem gebrauchten Vorderreifen noch schnell fahren konnte. Das Motorrad scheint hier sehr gut zu funktionieren." Bei Yamaha ist man mit dem Auftakt zufrieden, rechnet für Samstag aber mit einem weiteren Fortschritt. "Abgesehen vom Sturz war es ein guter Start für Ben", sagt Teammanager Massimo Meregalli.

"Er konnte mit einem gebrauchten Reifen gute Runden fahren, was für das Rennen ermutigend ist. Jorge hatte zu Beginn mit dem Grip am Hinterreifen zu kämpfen und konnte sich dann verbessern. Wir erwarten morgen weitere Fortschritte. Hoffentlich ist die Wettervorhersage falsch, denn dann wäre die heutige Arbeit nutzlos." Es ist Regen angesagt.

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