Chris Vermeulen freut sich auf seine spontane MotoGP-Rückkehr © Suzuki

Der Australier, der Colin Edwards in Le Mans ersetzen wird, freut sich auf seinen MotoGP-Einsatz am Wochenende und gibt zu, dass ihm die Rennerei gefehlt hat

Nach vier Jahren im Suzuki-Werksteam zog es Chris Vermeulen 2010 in die Superbike-WM, in der er keine weiteren Erfolge feiern konnte. Für 2012 hatte der Superbike-Weltmeister von 2003 kein Team gefunden. Doch durch Colin Edwards' Verletzung kommt Vermeulen zu einem unvorhersehbaren MotoGP-Comeback, das erst einmal auf Le Mans begrenzt ist.

"Ich freue mich sehr, wieder in der MotoGP zu sein", wird er von 'MotorCycleNews' zitiert. "Ich bin vier Jahre hier gefahren und habe es sehr genossen, in der Königsklasse mit den besten Motorrädern, Reifen und allem anderen anzutreten. Die Möglichkeit zu haben, auf einem anständigen CRT-Motorrad zu sitzen, ihnen ein Feedback und Hilfe zu geben, wird Spaß machen."

"Ich bin eine Weile lang nicht mehr gefahren. Ich würde nicht sagen, dass ich nervös bin, doch am ersten Tag wird es sicher etwas dauern, bis ich auf Tempo komme", schätzt er ein. "Das Motorrad ist neu. Wir wissen nicht, wie es in Le Mans laufen wird." Vermeulen selbst hat gute Erinnerungen an den Traditionskurs in Frankreich. 2007 holte er hier seinen einzigen MotoGP-Sieg.

Nach Le Mans möchte Edwards allerdings zurückkommen. Damit wäre Vermeulens Arbeit getan. "Mir fehlt das Fahren. Sollte sich in der Zukunft etwas ergeben, ein Job als Testfahrer oder ein paar Wildcard-Einsätze, dann wäre das toll", schildert er. "Ich erwarte nicht, schnellster CRT-Fahrer zu sein. Zudem weiß jeder, dass diese Motorräder nicht siegfähig sind. Doch es ist ein interessantes Projekt."

Weiterlesen