Moto-3-Pilot Jonas Folger hat eingeräumt, während seiner schwierigen Zeit Zweifel an seiner weiteren Motorsport-Karriere gehabt zu haben.

"Ja, die Zweifel waren sogar sehr groß. Deshalb war es ein riesiges Glück für mich, als Aspar kam und mir gezeigt hat, dass sie an mich glauben. Das tat richtig gut", erklärte der jüngste deutsche Rennsieger der Motorrad-WM-Geschichte im SPORT1-Interview.

Der 19-Jährige fand erst kurz vor dem Saisonstart ein neues Motorrad und fuhr bis zu seinem Teamwechsel mitten in der Saison im August der Konkurrenz auf unterlegenem Material hinterher.

"Zunächst einmal ist es so, dass es nicht daran liegt, dass ich nun motivierter wäre. Ich war auch bei Ioda zu 100 Prozent motiviert. Das wurde mir ja eine Zeit lang so ein wenig abgesprochen. Das jetzt bessere Material spielt natürlich zudem eine entscheidende Rolle. Ansonsten hilft mir aber auch mein Umfeld viel. Manager, Trainer und Betreuer: Da stehen alle voll hinter mir. Das gibt Selbstvertrauen", sagte der Aspar-Pilot.

Der Rennfahrer aus Mühldorf am Inn raste beim letzten Rennen im tschechischen Brünn sensationell zum Sieg.

"In der Meisterschaft kann ich eigentlich nicht mehr viel machen, zumindest wenn man nach ganz vorne blickt. Deshalb will ich bei jedem einzelnen Rennen das Bestmögliche herausholen, alles geben und - wenn sich die Chance bietet - auf das Podium fahren. Das gilt natürlich auch für San Marino", erklärt Folger und verweist auf das Rennen am Wochenende.

Für seine Zukunft gebe es noch "keinen konkreten Plan":

"Für mich geht es erst mal darum, das Jahr gut über die Bühne zu bekommen. Denn ich vergesse nicht, dass es bisher ja nur zwei gute Rennen waren. Im nächsten Jahr muss man dann sehen, was es für Optionen gibt und welches die beste Option wäre."

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