Maverick Vinales gewann nur drei Rennen, holte aber am Ende den WM-Titel © KTM

Der neue Moto3-Weltmeister lässt die abgelaufene Saison Revue passieren und erklärt, wie er seine Herangehensweise geändert hat

Nach den Wintertests war klar, dass Maverick Vinales durch den Wechsel zu KTM und Sandro Corteses Aufstieg in die Moto2 als Topfavorit in die Saison 2013 gehen wird. 2011 debütierte der talentierte Spanier in der WM und holte bereits bei seinem vierten Grand Prix den ersten Sieg. In der Saison 2012 kämpfte Vinales lange mit Cortese um die WM, musste sich aber mit der unterlegenen FTR-Honda geschlagen geben.

2013 holte Vinales beim Saisonfinale den WM-Titel, obwohl er deutlich weniger Rennen als seine beiden WM-Rivalen holte. Im Gegensatz zur Saison 2012 ging Vinales deutlich weniger Risiko ein und begnügte sich oft mit Podestplätzen. "Ich habe mich in dieser Saison stark gesteigert. Siege waren kein Zwang für mich. Ich habe Podestplätze als Triumphe angesehen", bestätigt er gegenüber 'MotoGP.com'. "Ich stand meist auf dem Podium. Das war unglaublich."

Luis Salom und Alex Rins hatten beim Saisonfinale ebenfalls Titelchancen. Die drei führenden Spanier waren 2013 meist eine Klasse für sich. Alex Marquez und Jonas Folger konnten gelegentlich an der Spitze mitmischen. "Wir hatten tolle Rennen. Es war richtig hart für uns. Ich denke, dass wir drei Spitzenfahrer unser Level gesteigert und das Maximum von unseren Teams gefordert haben", bemerkt Vinales.

Der neue Moto3-Champ holte den zweiten Titel für KTM in Folge. Doch im Gegensatz zu Cortese im Vorjahr fuhr Vinales nicht im Werksteam. "Es war ziemlich schwierig für KTM, vor allem bei den finalen Rennen der Saison, weil wir sie stark unter Druck gesetzt haben, um das bestmögliche Motorrad zu erhalten", erklärt er. "Schlussendlich hat KTM eingesehen, dass wir die drei besten Fahrer waren und uns das beste Material zur Verfügung gestellt. Wir hatten also identische Motorräder und der Fahrer mit der besten Gesamtstrategie gewann."

Drei Rennen vor dem Ende der Saison erhielten Vinales' Titelambitionen einen Dämpfer. Mit Platz fünf beim Rennen in Malaysia verlor der Spanier viel Boden zu seinen Landsmännern. Doch durch einen starken Schlussspurt gelang die Wende. "Als ich das Rennen in Malaysia als Fünfter beendete, dachte ich, dass alles verloren ist. Zum Glück hat mich mein Team für die Rennen in Australien, Japan und Valencia neu motiviert", blickt der ehemalige KTM-Pilot zurück. In der Saison 2014 wird Vinales für Sito Pons in der Moto2 an den Start gehen und eine Kalex bewegen. Bei den Nachsaisontests hinterließ der Spanier einen sehr starken Eindruck.

Weiterlesen