KTM-Pilot Luis Salom feierte bereits seinen siebten Saisonsieg © KTM

KTM-Pilot Luis Salom besiegt seinen Titelkonkurrenten Alex Rins in Sepang und vergrößert seinen WM-Vorsprung - Jonas Folger und Philipp Öttl in den Top 10

Luis Salom setzt sich im engen Duell gegen seinen spanischen Landsmann Alex Rins durch und gewinnt den Grand Prix von Malaysia in Sepang. KTM feierte den nächsten Doppelsieg in der Moto3-Klasse. Mit diesem Erfolg baute Salom seinen WM-Vorsprung auf Rins auf 14 Punkte aus. Für eine Sternstunde sorgte Miguel Oliveira. Der Portugiese holte als Dritter den ersten Podestplatz für Mahindra. Der Deutsche Jonas Folger (Kalex-KTM) konnte nicht an der Spitze mitkämpfen und kam als Achter ins Ziel. Rookie Philipp Öttl (Kalex-KTM) setzte seinen Aufwärtstrend mit dem zehnten Platz fort.

Auch in Sepang war das Rennen über 18 Runden eine spanische Angelegenheit. Beim Start setzte sich zunächst der Franzose Alexis Masbou (FTR-Honda) durch und bog als Erster in die erste Kurvenkombination. Folger probierte es außen und er machte sofort einige Plätze gut. Hinter Masbou sortierten sich Salom, Rins, Alex Marquez (KTM) und Maverick Vinales (KTM) ein. Öttl war nach der ersten Runde 13. Salom schnappte sich am Ende der ersten Runde die Führung, die Verfolger hingen aber an seinem Hinterrad. Im Mittelfeld kam es zu einem Unfall zwischen Alan Techer und Jasper Iwema. Beide kamen zu Sturz.

In der Anfangsphase blieb eine große Spitzengruppe beisammen, die von den vier starken Spaniern angeführt wurde. Im Laufe des ersten Renndrittels schieden viele Fahrer durch Stürze aus. Darunter war auch Kiefer-Pilot Toni Finsterbusch, der seine Kalex-KTM in der fünften Runde in die Wiese legte. Auch Efren Vazquez, Niccolo Antonelli, Eric Granado, Aizat Malik und Hafiq Azmi gingen zu Boden. An der Spitze wechselten sich die vier Spanier ab, doch Marquez, Rins, Vinales und Salom bekamen Gegenwehr.

Bei Rennhalbzeit waren auch noch Jack Miller (FTR-Honda), Oliveira und Masbou in der Spitzengruppe. Dagegen versuchte Folger als Achter den Anschluss zu halten. Öttl führte als Neunter die Verfolgergruppe an. Rund sieben Runden vor Schluss brach die Spitze auseinander. Marquez, Rins, Salom und Oliveira konnten eine kleine Lücke zu Vinales, Masbou und Miller aufmachen. Der Sieg ging aber wieder über die starken Spanier und KTM-Power, obwohl Oliveira bis zum Ende frech mitmischte.

Salom begann die letzte Runde als Führender, doch Rins, Oliveira und Vinales hingen an seinem Hinterrad. Rins und Salom lieferten sich in den ersten Kurven ein enges Duell. Die Entscheidung fiel in der letzten Kurve: Salom bremste die Haarnadel spät an, Rins bremste sich dennoch innen hinein. Salom kam etwas besser aus der Kurve heraus und beschleunigte auf den Zielstrich zu. Rins hing in seinem Windschatten, kam aber nicht vorbei.

Salom setzt sich in der letzten Kurve durch

Salom überquerte 0,069 Sekunden vor seinem Titelkonkurrenten den Strich. Die ersten sechs Fahrer befanden sich innerhalb einer Sekunde. "Das war das anstrengendste Rennen der Saison. Die letzte Runde war sehr schön, aber auch richtig anstrengend", lauten Saloms erste Worte im Ziel. Rins musste sich zwar knapp geschlagen geben, doch seine WM-Chancen sind weiterhin intakt. "Ich habe auf der letzten Gerade versucht, ihn zu überholen, aber in der letzten Kurve ist er wieder an mir vorbeigezogen", meint Rins über die entscheidende Szene.

Oliveira kletterte als Dritter zum ersten Mal in dieser Saison auf das Podest. "Ich freue mich für das Team und für mich selbst. Wir haben einen tollen Job gemacht, aber es war nicht einfach. Doch wir haben es verdient", sagt der Portugiese. Marquez und Vinales folgten auf den Positionen vier und fünf. Miller lag als Sechster am Ende dieser Gruppe, hatte den Sieger aber in Sichtweite. Das Ergebnis spitzte den WM-Kampf zu. Salom baute seine WM-Führung auf Rins auf 14 Punkte aus. Vinales verlor weiter den Anschluss. Sein Rückstand beträgt nun 26 Zähler.

Masbou verlor in der Schlussphase den Anschluss an die Spitze und kam fünf Sekunden dahinter alleine fahrend als Siebter ins Ziel. Folger konnte ebenfalls nie ein Wort um die Podestplätze mitsprechen und wurde Achter. In der letzten Runde hielt der Deutsche noch Romano Fenati (FTR-Honda) auf Distanz. Öttl duellierte sich bis zum Schluss mit Brad Binder (Mahindra) und setzte sich durch. Mit dem zehnten Platz eroberte der Rookie ein weiteres Topresultat.

Auf den Positionen zwölf bis 15 kamen Niklas Ajo (KTM), Jakub Kornfeil (Kalex-KTM), Isaac Vinales (FTR-Honda) und Ana Carrasco (KTM) ins Ziel. Carrasco eroberte somit den ersten WM-Punkt ihrer Karriere. Der Deutsche Luca Amato (Mahindra) ging leer aus. Er beendete das Rennen 35 Sekunden nach dem Sieger und wurde 20. Das nächste Rennen findet bereits am kommenden Wochenende auf Phillip Island (Australien) statt.

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