Kalex-KTM-Pilot Jonas Folger reist mit 94 Punkten zum Grand Prix in Tschechien © FGlaenzel

Mit einer Aufholjagd, die in Indianapolis auf Platz vier endete, meldet sich Aspar-Pilot Jonas Folger eindrucksvoll aus der Sommerpause zurück

Um 11:05 Uhr Ortszeit - also fünf Minuten später als geplant - wurde am Indianapolis Motor Speedway das Moto3-Rennen gestartet. Der Grund für die Verzögerung war ein Defekt an der Startampel. Ein weiteres tolles Rennen der Junior-Kategorie des Grand-Prix-Rennsports lieferte in der Anfangsphase gnadenlose Positionskämpfe einer zehn Mann umfassenden Spitzengruppe. Natürlich reduzierte sich diese Anzahl mit Fortdauer der Konkurrenz.

Zunächst übernahm Maverick Vinales das Kommando, gefolgt von Alex Rins und Alex Marquez. Bis Halbzeit der Distanz von 23 Runden war das Tempo hoch, mit Rundenzeiten im Bereich von 1:47 Minuten, ehe nur noch 1:48er-Zeiten gefahren werden konnten. Ab diesem Zeitpunkt studierte sich das Führungstrio gegenseitig, bis Vinales nach einer haarigen Situation seine Landsmänner ziehen lassen musste. Am Ende konnte sich Rins leicht absetzen und gewann das neunte Saisonrennen, gefolgt von Marquez und Vinales.

Mit der Bestzeit im Warmup am Vormittag gelang Aspar's Jonas Folger ein verheißungsvoller Auftakt in den Renntag. Auch sein Start in das Rennen selbst war gut, jedoch in den ersten Kurvenfolgen auf dem selektiven GP-Kurs im Infield der weltgrößten permanenten Sportanlage wurde er von einigen Gegnern überholt. Nach dieser missglückten Auftaktrunde startete der Youngstar aus Oberbayern eine sehenswerte Aufholjagd, indem er sein konstantes Rennen bisweilen in dieser Saison fuhr. Im Verlauf der Distanz schnappte er sich Gegner um Gegner und kam schließlich als Vierter ins Ziel.

"Ich denke, wir können heute stolz auf unsere Performance sein, da wir ein sehr konstantes Rennen zeigten - den wohl konstantesten Grand Prix, den wir in diesem Jahr hatten", bilanziert der Deutsche. "Heute Vormittag fanden wir eine Lösung, die uns ein tolles Setup ermöglichte. Gestern während dem Qualifying hatten wir schon den richtigen Weg eingeschlagen und dieser gab uns einen moralischen Auftrieb."

"Nach der Bestzeit im Warmup bin ich sehr zuversichtlich in das Rennen gegangen, denn das Motorrad fühlte sich sehr stabil an. Darüber freue ich mich eigentlich am meisten, denn ich war in der Lage über die gesamte Distanz ein konstantes Tempo zu fahren", erklärt Folger. "Mit dem Ausgehen der Startampel bis zur Zielflagge habe ich richtig gepusht und das Bike hat darauf reagiert. Obwohl mein Start gut gelungen ist, habe ich in den ersten Kurven wegen meiner Linie ein paar Positionen verloren."

"Nach der zweiten Runde habe ich allerdings meinen Rhythmus gefunden und ab diesen Zeitpunkt ging die Post ab. Zuvor ging es am Start recht hektisch zu, aber das hat mich nicht aus der Ruhe gebracht. Dieser vierte Platz fühlt sich wie ein Sieg an, da ich während dem Rennen viel Spaß beim Fahren hatte. Ich hoffe wir können in dieser Art und Weise nächste Woche in Brünn weitermachen und endlich wieder um das Podium kämpfen", so Folger.

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