Florian Alt war am Freitag etwas schneller als Teamkollege Toni Finsterbusch © www.motorradrennen.com

Die Kiefer-Piloten Florian Alt und Toni Finsterbusch beenden den Freitag auf den Positionen 27 und 30 - Viel Optimismus für den Rest des Wochenendes

Bei den ersten beiden Trainings zum Grand Prix von Indianapolis in den USA, dem neunten Lauf zur Motorrad-Weltmeisterschaft der Moto3, starteten die beiden Fahrer von Kiefer gut in das Wochenende. Florian Alt, der Rookie in Indianapolis, konnte den Rückstand auf die Spitze mit lediglich 3,299 Sekunden in einem respektablen Bereich halten. Toni Finsterbusch musste am Nachmittag zu Boden, was ihn eine Verbesserung der Zeit unmöglich machte. Aber auch er sieht trotzdem zuversichtlich auf den zweiten Tag.

Am Vormittag hatte die Strecke noch sehr wenig Grip, somit waren auch die Zeiten noch nicht sehr aussagekräftig. Die Änderungen, die man dann für den Nachmittag vornahm stellten sich als richtig heraus und beide Fahrer konnten gleich wieder Schritte nach vorne machen. Leider wollte Finsterbusch dabei etwas zuviel und musste schon zu Beginn der Session zu Boden. Glücklicherweise blieb er dabei unverletzt, konnte sein Motorrad noch zur Box zurückbringen. Um das Training zu beenden, war es allerdings zu sehr beschädigt.

Alt sondierte zu Beginn die Strecke und beobachtete dabei seine Kollegen aufmerksam, um sich dann am Nachmittag der Abstimmung seines Fahrwerks zu widmen. Am Ende der zweiten Session fuhr er für eine technische Änderung noch mal die Box an, was etwas zuviel Zeit in Anspruch nahm und er nur noch eine Outlap ohne richtige Messung der Rundenzeit schaffte. Aber auch dieser Stopp war für ihn positiv, denn er konnte die Änderung testen und war damit wieder um einen Schritt weiter.

"Ob ich die Strecke hier in Indy mag, weiß ich noch nicht so richtig, jedenfalls habe ich mächtig Spaß beim Fahren", bemerkt Alt. "In meiner schnellsten Runde am Nachmittag war ich alleine unterwegs und hatte sogar noch gebrauchte Reifen drauf. Bis jetzt läuft es ganz gut. Zum Ende der Nachmittagsession hatte zwar das Timing nicht ganz gepasst, aber der Stopp hat uns definitiv was gebracht. Wir haben die Motorbremse etwas schwächer gemacht und das wirkte sich positiv aus. Das konnte ich sogar auf der letzten nicht komplett gezeiteten Runde testen."

"Das mit dem Sturz am Nachmittag war ärgerlich und hat uns viel Zeit gekostet", bedauert Teamkollege Finsterbusch. "Leider ging dabei zuviel kaputt und wir konnten nicht noch mal raus. Am Anfang war das Feeling okay, als ich mich dann an Oliveira anhängte konnte ich auch ein Stück mithalten, musste dann allerdings zu Boden. Das ärgert mich, denn eigentlich war ich gut dabei. Trotzdem wissen wir welche Richtung wir für morgen einschlagen müssen. Dann greifen wir morgen wieder an."

"Ich bin heute mit beiden Fahrern zufrieden", bilanziert Cheftechniker Jochen Kiefer. "Toni wollte am Nachmittag zu schnell zuviel, er hätte besser daran getan, wenn er sich Schritt für Schritt verbessert hätte, anstatt sich an die ganz schnellen Fahrer anzuhängen. Aber das kann passieren. Er ist nicht verletzt, es war ein Freies Training. Das passt schon. Florian macht seine Arbeit sehr gut und fuhr am Nachmittag ein echt gutes Training. Wir sind für morgen guter Dinge und wissen in welche Richtung wir arbeiten müssen."

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