Der Brite John McPhee nimmt seine erste volle Moto3-Saison in Angriff © FGlaenzel

Der Brite John McPhee tüftelte bei den Moto3-Tests in Jerez mit dem Racing-Team-Germany an der optimalen Abstimmung seiner neuen FTR-Honda

Das Racing-Team-Germany tritt in diesem Jahr mit den beiden Fahrern John McPhee und Jack Miller an. Die beiden FTR-Honda sind in den Farben von Partner Caretta gehalten. Bei den bisherigen Wintertests in Valencia und Jerez wurde viel gearbeitet, um die neue Zusammensetzung auf die anstehende Moto3-Saison vorzubereiten. Speziell die Abstimmung der Motorräder stand im Mittelpunkt. "Der Test war für uns sehr aufschlussreich", sagte Teamchef Dirk Heidolf in Jerez. "Wir haben gesagt, dass wir die Wintertests nutzen, um viele Sachen auszuprobieren und auszutesten.

Ganz problemlos ist es nicht gelaufen. Die Lernkurve war teilweise steil: "Wir hatten einige elektronische Probleme, die wir aussortieren müssen. Einige davon haben wir schon gelöst. Es ist ein komplett neues Motorrad. Bei John sind wir an einem Tag etwas in die falsche Richtung gegangen, aber sonst können wir im Großen und Ganzen zufrieden sein. Jack ist konstant und immer vorne dabei." Speziell am letzten Tag glänzte Miller mit der Bestzeit. Sein Teamkollege McPhee tastete sich Schritt für Schritt heran.

"Am ersten Tag starteten wir etwas langsam, weil wir Probleme mit dem Setup hatten. Dann fanden wir eine gute Abstimmung. Ich war zwar noch nicht restlos zufrieden, aber es ging in die richtige Richtung", berichtet McPhee. "Wir haben eine Basisabstimmung für den Regen gefunden. Am zweiten Tag experimentierten wir mit der Abstimmung und hatten zu kämpfen. Wir merkten dann, dass wir in die falsche Richtung gegangen sind."

McPhee und Miller pflegen unterschiedliche Fahrstile

McPhee geht in seine erste volle WM-Saison. Im Vorjahr startete er acht Rennen mit einer KRP-Honda. Die FTR ist anders, weshalb viel am Motorrad geschraubt wurde. "Wir änderten die Höhe des Motorrades und das Heck. Das größte Problem ist aber die Bremszone. Wenn ich bremse, dann will das Motorrad geradeaus fahren. Wir experimentierten mit härteren Federn, aber dann hatte ich in schnellen Kurven mit der Front zu kämpfen."

"Am Ende haben wir die Dimension geändert, das Motorrad ist jetzt etwas kürzer. Wir werden sehen, wie es funktioniert." Bei der Suche nach der besten Abstimmung tauschen McPhee und Miller zwar Daten aus, aber sie pflegen unterschiedliche Fahrstile. "Jack hat ähnliche Probleme, aber es ist bei ihm nicht so schlimm. Unsere Fahrstile sind auch sehr unterschiedlich. Wir wollen eine gemeinsame Richtung erarbeiten, aber wir haben leider unterschiedliche Vorlieben", so McPhee.

Weitere Tests geplant

Genau dafür wird vor dem Saisonauftakt auch getestet. "Es ist ein langsamer Prozess, aber dafür sind die Tests da. Wir wollen lernen und verschiedene Dinge ausprobieren." Der nächste IRTA-Test findet vom 18. bis 21. März wieder in Jerez statt. Heidolf möchte mit seinem Team zuvor noch auf einer anderen spanischen Strecke ausrücken. "Geplant ist, dass wir vor dem nächsten IRTA-Test noch einmal testen, aber wir warten noch auf ein paar neue Teile."

"Wenn wir die Teile haben, dann werden wir testen. Es bleibt eigentlich nur Almeria, Cartagena oder Albacete übrig." Die Strecke ist also noch offen. Bisher hat sich der Brite McPhee gut im RTG-Team eingelebt. "Ich genieße es, mit einem deutschen Team zu arbeiten. Es ist eine gute Mannschaft. Sie haben viel Erfahrung mit den Motorrädern. Wenn wir ein Problem haben, dann wollen sie es so schnell wie möglich lösen. Das gefällt mir, weshalb ich sehr glücklich bin."

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