Jonas Folger geht nach der Pole-Position selbstbewusst ins Rennen © Aspar

Jonas Folger fährt in Valencia die zweite Pole-Position in dieser Saison heraus und sieht sich im Rennen für alle Bedingungen gut gerüstet

Mit einem packenden Schlussspurt in den letzten Sekunden des Qualifyings der Moto3 zum Großen Preis von Valencia sicherte sich Jonas Folger (Kalex-KTM) die Pole-Position. Mit dem Fallen der Zielflagge wurde er mit einer Zeit von 1:41.263 Minuten gestoppt, womit er 0,053 Sekunden schneller als Miguel Oliveira (Suter-Honda) war, der in seinem Windschatten auf Position zwei fuhr. Der Pole-Runde war ein missglückter Versuch bei der Abstimmung der Kalex vorausgegangen.

"Mitte des Trainings haben wir die Abstimmung verändert und sind vorne härter gegangen", sagt Folger. "Das war dann eher ein Schritt zurück." Also hieß es in der Aspar-Box: Kommando zurück! "Da sind wir wieder auf die alte Abstimmung zurückgegangen und haben nur neue Reifen aufgezogen. Und das hat ganz gut funktioniert", sagt Folger. Trotz der zweiten Pole-Position in dieser Saison sieht der Deutsche noch Raum für Verbesserung: "Nur im ersten Sektor habe ich etwas Zeit verloren. Wenn wir das für morgen in den Griff kriegen, werde ich noch schneller."

Die Wetterbedingungen, nach trockenem Qualifying könnte es morgen im Rennen wieder regnen, sind dem 19-Jährigen ziemlich egal: "Im Trockenen müssen wir noch ein paar Sachen ausprobieren. Für Regen sind wir gut aufgestellt. Aber für trockene Bedingungen soweit auch, die Zeit passt. Daher mache ich mir Sorgen darüber, ob es morgen regnet oder trocken sein wird", so der selbstbewusste Folger. "Wir wissen, dass wir stark genug sind, um an der Spitze zu fahren. Wichtig ist vor allem, dass ich nicht stürze und ein cleveres Rennen fahre."

Nach einer Berg- und Talfahrt der Emotionen nimmt Folgers Saison nun doch noch ein gutes Ende. "Jetzt ist alles gut, aber es war eine harte Saison. Vor allem zu Beginn", erinnert sich der 19-Jährige. Nach der MZ-Pleite stand er zunächst auf der Straße. Anschließend hatte er bei Ioda ein untaugliches Motorrad, bevor er bei Aspar eine neue Heimat fand. "Ich freue mich unheimlich, jetzt in diesem Team zu sein, wo ich zeigen kann, was ich drauf habe. Jetzt stimmen die Resultate, den Vertrag fürs nächste Jahr habe ich in der Tasche, daher bin ich einfach glücklich", sagt Folger.

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