Maverick Vinales war nur einen Tick langsamer als Hector Faubel © Repsol

Hector Faubel fährt im dritten Freien Training auf feuchter Strecke die Bestzeit in Valencia - Jonas Folger und Sandro Cortese gehen wieder kein Risiko ein

Der Samstagmorgen präsentierte sich in Valencia nicht mit dem typisch spanischen Wetter. Zu Beginn des dritten Freien Trainings der Moto3-Klasse war der Circuit Ricardo Tormo vom nächtlichen Regen noch stellenweise feucht. Der Himmel war aber blau und kündigte einen schönen Tag an. Dennoch waren in den 40 Minuten Regenreifen die klare Wahl, denn es zeigte sich, dass der neue Asphalt nur langsam trocknete. In den letzten Minuten wurde das Klassement noch durcheinandergewirbelt und schlussendlich hatte Hector Faubel (FTR-Honda) in 1:51.521 Minuten die Nase vorne.

Diese Bestmarke war aber langsamer als am Freitag. In der kombinierten Zeitenliste aller drei Freien Trainings war John McPhee der Schnellste. Er hatte seine Bestmarke am Freitagnachmittag allerdings mit Slicks aufgestellt. Diesmal ging es in der Spitzengruppe eng zu. Faubel war lediglich um 22 Tausendstelsekunden schneller als Maverick Vinales (FTR-Honda). Auf Platz drei folgte Jack Miller (Honda) vor Luis Salom (Kalex-KTM). Schnellster KTM-Werksfahrer war trotz Ausrutscher Danny Kent auf Rang fünf.

Auf den weiteren Positionen reihten sich Alex Marquez (Suter-Honda), Brad Binder, Jonas Folger (beide Kalex-KTM) und Efren Vazquez (FTR-Honda) ein. Folger lag bis wenige Momente vor Ablauf der Zeit an der Spitze der Zeitenliste, doch der Deutsche konnte im Gegensatz zu einigen anderen Fahrern nicht mehr zulegen. Unter dem Strich fehlten dem Aspar-Piloten 0,563 Sekunden auf die Spitze. Bei diesen rutschigen Verhältnissen ließ es Sandro Cortese ruhig angehen. Der bereits als Weltmeister feststehende KTM-Werkspilot drehte 13 Runden und klassierte sich als 20. Sein Rückstand betrug 1,4 Sekunden.

Toni Finsterbusch (Honda) war in den ersten Minuten, als der Asphalt noch deutlich feuchter war, in eine brenzlige Situation verwickelt. Miguel Oliveira (Suter-Honda) überholte in einer Linkskurve innen, wobei sich die Motorräder sehr nahe kamen. Finsterbusch rutschte aus und purzelte ins Kiesbett. Auch Oliveira, der in der Runde davor zwischenzeitlich die Bestzeit aufgestellt hatte, verlor den Grip und stürzte.

Finsterbusch konnte anschließend nicht mehr trainieren und landete deshalb an der letzten Stelle. Besser ging es Rookie Philipp Öttl (Kalex-KTM). Der 16-Jährige büßte auf die Spitze wieder knapp zwei Sekunden ein und landete damit auf Platz 23. Luca Amato (Kalex-KTM), der die Strecke aus der spanischen Meisterschaft kennt, tat sich auch im dritten Training schwer und wurde 27. (+2,692 Sekunden). Auf der rutschigen Strecke stürzten unter anderem Louis Rossi vom Racing-Team-Germany und Juan Francisco Guevara.

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