Jonas Folger war am Freitag einen Tick schneller als Sandro Cortese © KTM

Weltmeister Sandro Cortese und Jonas Folger wechseln auf abtrocknender Strecke nicht auf Slicks - Viele Erkenntnisse hat der erste Tag in Valencia nicht gebracht

Die beiden Deutschen Jonas Folger (Kalex-KTM) und Sandro Cortese (KTM) starteten verheißungsvoll in den ersten Trainingstag für das Saisonfinale in Valencia. Folger beendete das erste Freie Training am Vormittag als Zweiter, während es der neue Moto3-Weltmeister als Zehnter ruhig angehen ließ. Am Nachmittag herrschten wechselnden Streckenbedingungen und gegen Ende der 40 Minuten bildete sich eine trockene Ideallinie. Folger und Cortese gingen beide kein Risiko ein und blieben auf Regenreifen. "Wir wollten zum Schluss eigentlich schon mit Slicks hinausgehen, aber dann wollten wir doch nicht so viel Risiko gehen."

"Deshalb haben wir neue Regenreifen montiert", berichtet Folger. "Die anderen Fahrer waren mit Slicks natürlich schneller." Cortese sieht es genau wie sein Landsmann. "Da hat er vollkommen recht. Beim neuen Asphalt hat man nicht genau gesehen, wo es schon trocken war und wo noch nass. Wenn es das Qualifying gewesen wäre, hätte ich gesagt, wir riskieren es. Gerade am Freitagnachmittag sollte man nichts riskieren und einen großen Sturz in Kauf nehmen." Folger nickt zustimmend: "Es war der erste Tag und wir sind auf Nummer sicher gegangen."

Folger beendete das zweite Training auf Platz fünf und Cortese auf Rang acht. Viele Erkenntnisse konnten nicht gewonnen werden. "Wir müssen uns Schritt für Schritt steigern. Morgen haben wir noch einen Tag. Sollte es dann auch halb-halb sein, dann können wir immer noch auf Slicks umsteigen", meint Cortese. "Es hat nicht viel Sinn gemacht, viel an der Abstimmung zu arbeiten, denn mit jeder Runde hat sich das Motorrad anders angefühlt. In den letzten beiden Runden hat es schlagartig abgetrocknet."

"Ich war mit Regenreifen unterwegs. Es ist etwas schade, weil wir keine Aussagen treffen konnten, um das neue Motorrad weiterzuentwickeln." Folger wäre für ein Regenrennen gerüstet. "Die Regenabstimmung passt, mit dem Regenreifen fühle ich mich sehr wohl. Von dem her sind wir zufrieden", meint der Brünn-Sieger. Für sein Aspar-Team ist Valencia ein wichtiges Heimrennen. Das spürt man auch. "Natürlich. Aspar ist jetzt auch motiviert. Es sind auch viele Sponsoren da. Man merkt, dass das Team mehr motiviert ist und ich will von meiner Seite auch für ein gutes Resultat sorgen."

Weiterlesen