Sandro Cortese erhielt 2012 eine zweite Chance von Teamchef Aki Ajo © KTM

Moto3-Weltmeister Sandro Cortese erinnert sich an die ersten beiden Jahre bei Aki Ajo und das damalige Duell mit Marc Marquez

Sandro Cortese hat sich in Malaysia zum ersten Moto3-Weltmeister der Geschichte küren lassen. Doch bis dahin war es für den Deutschen ein weiter Weg. Bereits seit 2005 ist Cortese in der Motorrad-Weltmeisterschaft. In den ersten Jahren tat er sich aber schwer, den richtigen Weg einzuschlagen. Der erste Sieg gelang ihm erst 2011. Dabei fand er 2009 und 2010 bereits sehr gute Bedingungen vor.

Im Team von Aki Ajo kam Cortese 2009 nicht über Platz sechs in der Fahrerwertung hinaus. 2010 wurde der Deutsche gar nur Siebter und hatte nicht einmal halb so viele Punkte wie Teamkollege Marc Marquez, der in dem Jahr Weltmeister wurde. "Ich bin zwei Jahre für Aki gefahren und habe auch schon viele zweite und dritte Plätze für ihn eingefahren. Zum Sieg hat es aber nie gereicht. Deswegen habe ich das Team für ein Jahr verlassen", gesteht er bei 'ServusTV'.

"2010 haben wir uns ein bisschen in die Haare gekriegt. Ich war noch nicht soweit, einen so starken Teamkollegen wie den Marc Marquez an meiner Seite zu akzeptieren. Ich war einfach nicht reif genug und noch ziemlich jung. Er ist das größte Talent momentan", erklärt Cortese. "Für mich war es schwierig, mich durchzusetzen."

2011 wechselte der spätere Moto3-Weltmeister ins Racing Team Germany und holte in Brünn seinen ersten Sieg. In Phillip Island wiederholte Cortese diesen Triumph und beendete die Saison als WM-Vierter - sein bis dahin bestes Ergebnis. Diese Leistung hat Ajo davon überzeugt, Cortese wieder aufzunehmen. Zusammen holten sie den ersten Weltmeistertitel für KTM im Straßensport.

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