Zulfahmi Khairuddin setzte sich im letzten Angriff an die Spitze © KTM

KTM-Pilot Zulfahmi Khairuddin fährt im nassen dritten Training die schnellste Runde in Aragon - Sandro Cortese und Jonas Folger in den Top 5 vorne mit dabei

Auch der Samstag begann im spanischen Motorland Aragon verregnet. Die Strecke nahe der Stadt Alcaniz war im dritten Freien Training der Moto3-Klasse nass. Zahlreiche Fahrer rutschten aus und kullerten in die Kiesbetten. Schlimme Verletzungen gab es zum Glück keine. Lange Zeit hielt Jonas Folger (Kalex-KTM) die Bestzeit, aber in den letzten Minuten waren noch einige Fahrer schneller als der Deutsche. An die Spitze katapultierte sich Zulfahmi Khairuddin in 2:13.035 Minuten. Die KTM-Motorräder gaben auch im dritten Training das Tempo vor, denn Danny Kent reihte sich an der zweiten Stelle ein. Sein Rückstand betrug lediglich 56 Tausendstelsekunden.

Bester Lokalmatador und bester Nicht-KTM-Fahrer war Alex Rins mit seiner Suter-Honda auf dem dritten Platz. Kurz vor Ablauf der Zeit stürzte der Spanier allerdings. Auf Khairuddin fehlten dem Rookie schon drei Zehntelsekunden. Die deutschen Fahrer waren auch am Samstagvormittag wieder in der Spitzengruppe mit dabei. Sandro Cortese reihte sich an der vierten Stelle ein. Auch er hatte einen Schreckmoment zu meistern, denn in der Kurve, die auf die lange Gegengerade führt, wäre er beinahe von seiner KTM geflogen. Es ging kurz durch die Wiese und der WM-Führende konnte weiterfahren.

Unter dem Strich hatte Cortese einen Rückstand von 0,438 Sekunden. Folger reihte sich direkt dahinter ein und war um 15 Tausendstelsekunden langsamer als Cortese. Folger ist in Aragon mit einer neuen Hinterradschwinge an seiner Kalex-KTM unterwegs, die bislang positive Rückmeldungen gab.Die Trainings waren aber alle verregnet. Folger fuhr seine persönlich schnellste Runde im elften von 14 Umläufen. Da er am Ende nicht mehr zulegen konnte, wurde er von Platz eins noch auf fünf zurückgereicht.

Miguel Oliveira, der am Freitag mit seiner Suter-Honda der Schnellste war, kam diesmal auf den sechsten Platz. Dahinter folgten Brad Binder (Kalex-KTM), Niklas Ajo (KTM), Alex Marquez (Suter-Honda) und Jakub Kornfeil (FTR-Honda). Maverick Vinales (FTR-Honda) war auch diesmal auf feuchter Strecke nicht bei den Schnellsten dabei. Dem Spanier fehlten 1,8 Sekunden, womit er sich auf dem elften Rang einreihte. Direkt dahinter folgte der Deutsche Toni Finsterbusch mit seiner Honda als Zwölfter.

Dagegen lief es bei Rookie Luca Amato nicht nach Plan. Der Deutsche drehte mit seiner Kalex-KTM lediglich acht Runden und landete an der 31. Stelle. Ihm fehlten fünf Sekunden auf die Spitze. Mehrere Fahrer gingen zu Boden. Ersten Informationen zufolge soll sich Luis Salom (Kalex-KTM) ein Schlüsselbein gebrochen haben. Bestätigt ist die Verletzung aber noch nicht. Auch Luigi Morciano (Ioda), Jasper Iwema (FGR-Honda), Adrian Martin (FTR-Honda), Jack Miller (Honda), Isaac Vinales (FTR-Honda) und Wildcard-Starter Jorge Navarro (Honda) rutschten im Nassen aus und gingen zu Boden.

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