Jonas Folger probiert in Alcaniz erstmals eine neue Hinterradschwinge © Aspar

Jonas Folger und Luca Amato setzen sich am verregneten Aragon-Freitag in Szene - Sturz wirft Folger ebenso wenig aus der Bahn wie Amato ein Batteriedefekt

Der erste Trainingstag im Motorland Aragon stand in erster Linie im Zeichen der schwierigen Witterungsbedingungen. In der Moto3-Klasse fuhr Miguel Oliveira sowohl in der vier Minuten vor dem geplanten Ende abgebrochenen Vormittagssitzung als auch am Nachmittag Bestzeit. Für das spanische Aspar-Team greifen an diesem Wochenende Brünn-Sieger Jonas Folger und Luca Amato in den Lenker. IDM-Pilot Amato gibt beim Grand Prix von Aragon sein Moto3-Debüt.

Folger platzierte sich am Vormittag mit 1,4 Sekunden Rückstand auf die Zeit von Oliveira auf Platz drei und ließ damit erneut sein Talent aufblitzen. Aufgrund des Ölverlusts an der Mahindra von Danny Webb gehörte aber auch der Deutsche zu jenen Fahrern, die in Kurve sieben zu Boden mussten. Im stärkeren Regen am Nachmittag reihte sich Folger mit einer knappen Sekunde Rückstand auf Oliveira auf Platz acht ein.

"Auch wenn das Ergebnis nicht so schlecht ist, war es ein schwieriger Tag, was in erster Linie am Regen lag", so Folger, der erstmals eine neue Hinterradschwinge an der Kalex-KTM probierte. "Die Schwinge ist leichter als die Vorgängerversion und ich hatte sofort ein gutes Gefühl damit, da die Last auf das Hinterrad geringer ist und das Motorrad besser reagiert. Nun müssen wir uns um die Feinabstimmung kümmern. Sollte es auch morgen regnen, werden wir die neue Schwinge erneut einsetzen, um das Gefühl weiter zu verbessern", sagt Folger, der ungeachtet dessen auf trockene Bedingungen hofft, "um noch weitere Dinge beim Setup probieren zu können".

Teamkollege Amato schlug sich am Vormittag mit einer fehleranfälligen Batterie an seiner Kalex-KTM herum und landete mit knapp sechs Sekunden Rückstand auf Oliveira auf Platz 28. Am Nachmittag ließ dann auch der Moto3-Debütant sein Talent aufblitzen und fuhr mit knapp 1,2 Sekunden Rückstand als Zehnter in die Top 10.

"Ich bin sehr zufrieden, denn ich konnte trotz des Regens weit nach vorn fahren. Platz zehn im Regen ist für mich ein sehr gutes Ergebnis, denn normalerweise brauche ich länger, bis ich mich an eine neue Strecke gewöhnt habe", so Amato. Alles in allem ist der Deutsche mit seinem Einstand sehr zufrieden, weiß aber, dass "ich noch viel lernen muss, schließlich ist hier alles neu für mich".

Weiterlesen