Sandro Cortese belegte im verregneten Training den dritten Platz © KTM

Das zweite Freie Training in Aragon ist komplett verregnet, aber Miguel Oliveira stellt erneut die Bestzeit auf - Sandro Cortese, Jonas Folger und Luca Amato in den Top 10

Der Nachmittag im spanischen Motorland Aragon war verregnet. Die Nachwuchsstars der Moto3 trainierten dennoch auf nasser Strecke fleißig mit Regenreifen. An die Zeiten des Vormittags kamen sie aber nicht heran. In der kombinierten Zeitenliste war somit Miguel Oliveira (Suter-Honda) in 2:11.415 Minuten der Schnellste. Auch am Nachmittag war der Portugiese schnell unterwegs und markierte in 2:16.726 Minuten die Bestzeit im zweiten Freien Training. Hinter der Suter-Honda reihten sich drei Werks-KTM ein. An der Spitze dieses Pakets war der Brite Danny Kent, dem 0,183 Sekunden auf Oliveira fehlten.

WM-Spitzenreiter Sandro Cortese landete hinter seinem Teamkollegen Zulfahmi Khairuddin auf dem vierten Platz. Zu Beginn des Trainings gab es ein technisches Problem an der KTM mit der Startnummer elf. In der Ajo-Box wurde das Bike rasch wieder flott gemacht und Cortese konnte noch zehn Runden drehen. Auf die Spitze fehlten ihm sieben Zehntelsekunden. Wichtig war, dass es keinen Sturz gab. Für den Samstag ist ebenfalls Regen angesagt, während der Rennsonntag trocken sein soll.

In der WM hat Cortese einen komfortablen Vorsprung von 46 Punkten auf Maverick Vinales. Der Spanier, der nicht als Wasserratte bekannt ist, war im zweiten Training nicht in der Spitzengruppe zu finden. Mit seiner Suter-Honda fehlten knapp zwei Sekunden, womit sich Vinales an der 13. Position einreihte. Zwei weitere Deutsche schafften bei den widrigen Bedingungen den Sprung in die Top 10. Jonas Folger (Kalex-KTM) absolvierte ein solides Training und belegte den achten Platz. Obwohl der Brünn-Sieger im Regen normalerweise immer stark ist, fehlte diesmal knapp eine Sekunde auf die schnellsten Zeiten.

Eine Talentprobe lieferte sein neuer Aspar-Teamkollege Luca Amato ab. Lange war der 16-Jährige bei seinem WM-Debüt im Mittelfeld zu finden. In den letzten Minuten katapultierte er sich noch auf den zehnten Rang nach vor. Zwischen den beiden Aspar-Fahrern reihte sich Brad Binder (Kalex-KTM) ein, der an diesem Wochenende von Damian Cudlin betreut wird. Die weiteren Fahrer in den Top 10 waren Jasper Iwema (FGR-Honda), Luis Salom (Kalex-KTM) und Niklas Ajo (KTM). Diese drei Fahrer landeten auf den Plätzen fünf bis sieben.

Ebenfalls stark unterwegs war Toni Finsterbusch vom Racing-Team-Germany. Der Rookie musste erst die Strecke im Detail kennenlernen und blieb als Zwölfter nicht weit von der Spitze entfernt. Sein RTG-Teamkollege Louis Rossi, der im Gegensatz zu Finsterbusch, der mit einer Standard-Honda fährt, eine FTR-Honda steuert, landete an der 16. Stelle. Die rutschigen Bedingungen wurden einigen Fahrern zum Verhängnis. So stürzten Alberto Moncayo, Kenta Fujii und John McPhee.

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