Miguel Oliveira fuhr zur Bestzeit und stürzte dann in Kurve neun © Repsol

Das erste Freie Training der Moto3-Klasse muss in Aragon kurz vor Ablauf der Zeit abgebrochen werden - Jonas Folger und Sandro Cortese in den Top 5

Der Trainingstag in Aragon begann mit für diese Saison üblichen Verhältnissen: Die spanische Rennstrecke nahe der Stadt Aragon war nach nächtlichem Regen leicht feucht. Es wurde im ersten Freien Training der Moto3 mit Regenreifen gefahren, denn der Asphalt war rutschig. Viel Gischt spritzte von den Reifen aber nicht hoch. Viereinhalb Minuten vor Ablauf der Zeit musste das Training unterbrochen werden, denn zahlreiche Fahrer waren in den Kurven sieben bis neun ausgerutscht. Es lag Öl auf der Strecke. Lange säuberten die Streckenposten den Asphalt und die Rennleitung strich die verbliebenen Minuten.

Bis dahin hatte Miguel Oliveira (Suter-Honda) die Bestzeit in 2:11.419 Minuten aufgestellt. Dennoch war der Portugiese einer der Fahrer, die in Kurve neun ausrutschten. Auf den Plätzen zwei und drei reihten sich zwei Kalex-KTM ein. Luis Salom war um 1,355 Sekunden langsamer als Oliveira und reihte sich an der zweiten Stelle ein. Die drittschnellste Zeit hatte Jonas Folger aufgestellt, der damit der Beste Deutsche war. Auf die Spitze fehlten dem Aspar-Piloten 1,424 Sekunden.

Direkt hinter Folger kam WM-Leader Sandro Cortese. Wie immer spulte der KTM-Werksfahrer im ersten Training solide seine Runden ab und tastete sich an die Strecke heran. Sein Rückstand auf die Spitze betrug 1,5 Sekunden. Die KTM-Motorräder funktionieren in Aragon wieder gut, denn Danny Kent und Zulfahmi Khairuddin beendeten das erste Training an der fünften und sechsten Stelle. Die Top 10 rundeten Brad Binder (Kalex-KTM), Alex Rins (Suter-Honda), Wildcard-Starter Jorge Navarra (Honda) und Maverick Vinales (FTR-Honda) ab.

Vinales hatte beim Auftakt in sein Heimwochenende einen Rückstand von drei Sekunden. Da es aber feucht war und am Ende nicht mehr gefahren wurde, sind die Zeiten mit Vorsicht zu genießen. Der 16-jährige Deutsche Luca Amato feiert an diesem Wochenende seine WM-Premiere in der Aspar-Mannschaft und ist Teamkollege von Folger. Amato kennt die Strecke aus der spanischen Meisterschaft und tastete sich bei rutschigen Verhältnissen vorsichtig ans Limit heran. Die Kalex-KTM ist ebenfalls Neuland für ihn.

Amato drehte aber lediglich sechs Runden und reihte sich an der 28. Stelle mit einem Rückstand von fast sechs Sekunden ein. Etwas besser ging es Toni Finsterbusch, der die Strecke aber erst lernen musste. Der vierte Deutsche im Feld kam auf Platz 26. Er wird die Saison mit seiner Honda im Racing-Team-Germany beenden. Der Abbruch kurz vor Schluss sorgte für Verzögerungen der nachfolgenden Trainings.

Die Mahindra von Danny Webb hatte in Kurve neun Öl verteilt, weshalb mehrere Fahrer in dieser Kurvenkombination ausrutschten. Darunter waren neben Webb und Oliveira auch Juan Francisco Guevar, und Alex Rins. Abgesehen von Blechschäden ist nicht mehr passiert. Die Säuberungsarbeiten dauerten mehr als eine halbe Stunde.

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