Sandro Cortese fährt 2012 für das Team Red Bull Ajo Motorsport © getty

Trotz "beruhigenden" Vorsprungs in der WM kündigt Cortese bei SPORT1 für Aragon Attacke an. Als Vorbild nimmt er sich Bradl.

Von Annette Bachert und Hardy Heuer

München - Den WM-Titel hat er vor Augen und die Zukunft in der höheren Klasse ist auch schon gesichert:

Besser könnte die Ausgangslage für Sandro Cortese vor dem Großen Preis von Aragon (Fr., ab 13 Uhr LIVE m TV auf SPORT1) nicht sein.

Sein Vorsprung in der WM-Wertung der Moto3 auf seinen ärgsten Verfolger Maverick Vinales beträgt 46 Zähler bei noch fünf ausstehenden Rennen und ist "beruhigend", wie er bei SPORT1 einschätzt (SERVICE: Alles zur MotoGP).

"Die beste Defensive ist der Angriff"

Mit Blick auf die Punkteverteilung, bei der der Sieger 25 Zähler erhält, fügt Cortese aber an: "Sicher bin ich mir noch nicht."

Zurücklehnen will er sich auf dem Punkte-Polster auch nicht - ganz im Gegenteil: "Die beste Defensive ist der Angriff. Ich werde weiterhin voll auf Sieg fahren."

So wie es sein Kumpel und Vorbild Stefan Bradl in der Moto2 im vergangenen Jahr vorgemacht hat.

"Stefan hatte auch einen großen Vorsprung, musste aber bis zum letzten Rennen kämpfen. Er hat die Konzentration hochgehalten. Etwas anderes gibt es für mich auch nicht", verspricht Cortese.

Beste Voraussetzungen für 2013

Während der 22-Jährige der große Favorit auf den Weltmeister-Titel in der kleinsten der drei Motorrad-Klassen ist, sind auch die Planungen für die Moto2 längst in vollem Gange.

Eigens für ihn gründeten seine langjährigen Sponsoren Stefan Keckeisen und Wolfgang Kuhn ein neues Team namens Intact GP (Bericht). Chef des Rennstalls ist Jürgen Lingg, der Cortese bereits 2011 beim Racing Team Germany betreut hatte.

Großer Schritt in Aragon?

Doch all das blendet Cortese vorerst aus. Schließlich stehen noch fünf wichtige WM-Rennen auf seinem Zettel, bevor er als möglicher Weltmeister den Aufstieg feiern kann.

Die Zielsetzung für den Grand Prix im spanischen Alcaniz klingt ganz einfach.

"Ich werde versuchen, das Motorrad so hinzubekommen, dass alles für das Wochenende sehr gut stimmt. Jede Strecke hat ihre Schwierigkeiten, aber die Probleme kommen immer erst auf der Strecke", sagt der Italo-Schwabe bei SPORT1.

Wenn der sechsfache Pole-Setter von 2012 diese aber in Aragon in den Griff bekommt, könnte er seinen zwölften Podiumsplatz im 13. Rennen einfahren und damit einen weiteren großen Schritt Richtung WM-Titel machen.

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