Luca Amato übernimmt die Kalex-KTM von Hector Faubel © Aspar

Der Deutsche Luca Amato steigt in die WM auf und fährt bereits in Aragon für das Aspar-Team - Hector Faubel wurde vor die Türe gesetzt

Das spanische Aspar-Team avanciert in der Moto3 zu einem deutschen "Nationalteam". Beim kommenden Rennen im Motorland Aragon wird Luca Amato sein WM-Debüt geben und somit Teamkollege von Jonas Folger sein. Nach Misano hat sich Teamchef Jorge Martinez einvernehmlich von Hector Faubel getrennt. Der Spanier fährt seit Jahren dem großen Erfolg hinterher. In den Jahren 2006 und 2007 zählte Faubel noch zu den Titelanwärtern in der 125er-Klasse. Anschließend verliefen zwei Jahre bei den 250ern und ein Jahr in der Moto2 enttäuschend. Seit 2011 fuhr Faubel wieder in der kleinsten Klasse, doch zu mehr als einem Sieg im Vorjahr reichte es nicht.

Aufgrund des Alterslimits von 28 Jahren in der Moto3 war es ohnehin die letzten Saison von Faubel in der kleinsten Klasse. Wo er in Zukunft fahren wird, steht noch nicht fest. Nun bekommt Amato seine WM-Chance und ist zumindest bis Saisonende gesetzt. Seit einigen Wochen ist der Deutsche 16 und damit startberechtigt in der Moto3. In der laufenden Saison war Amato in der spanischen Moto3-Meisterschaft unterwegs, wo er vor dem Saisonfinale an zweiter Stelle liegt. Alex Marquez steht bereits als Meister fest. Seit einigen Wochen fanden Gespräche zwischen Amato und Martinez statt. Ins Auge gefasst war eine Zusammenarbeit im kommenden Jahr.

Nun erhält der Youngster schon am kommenden Wochenende seine WM-Chance. Aragon kennt Amato gut, denn im Mai gewann er dort den Lauf zur spanischen Meisterschaft. In Spanien steuerte Amato eine FTR-Honda. Das Aspar-Team setzt auf Kalex-KTM. "Einer meiner größten Träume wird Wirklichkeit. Ich kann in der WM antreten und das gleich mit dem Aspar-Team. Es ist eines der besten Teams der Welt", schwärmt Amato. "Ich habe immer von so einer Chance geträumt, aber ich kann es kaum glauben, dass es nun wahr ist."

"Ich bin sehr stolz, dass ich ein Mitglied des Aspar-Teams bin. Ich hoffe, dass ich mein Bestes geben kann und mich so schnell wie möglich an das Team gewöhne, damit wir bald an Resultate denken können. Für mich ist alles neu: Das Team, das Motorrad und die Meisterschaft." Das Aspar-Team hat im Vorjahr den 125er-Titel mit Nicolas Terol gewonnen. In der Moto3 lief es bisher nicht nach Wunsch. Weder Faubel noch Alberto Moncayo konnten den hohen Erwartungen gerecht werden. Erst als Folger in Indianapolis Moncayo ersetzte, ging es bergauf. Nun fährt ein zweites großes Talent aus Deutschland für einen der besten Rennställe.

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