Jonas Folger war bei rutschigen Verhältnissen wieder der Schnellste © Aspar

Bei erneut rutschigen Verhältnissen sorgen Jonas Folger und Sandro Cortese im dritten Freien Training in Misano für eine deutsche Doppelführung

Das Wetter und die Streckenbedingungen präsentierten sich am Samstagmorgen genau wie am Vortag. Es war kühl und feucht. Der Asphalt war wieder nicht nass, aber auch nicht trocken. Es spritzte keine Gischt von den Reifen der Moto3-Motorräder auf, aber es war auch nicht trocken genug für Slicks. Die Nachwuchsfahrer waren im dritten Freien Training wieder mit Regenreifen unterwegs und auch deutlich langsamer als am Freitag. Niemand konnte seinen Wert verbessern. Einmal mehr untermauerte Jonas Folger seine derzeit bestechende Form. Der Deutsche markierte mit der Kalex-KTM des Aspar-Teams die Bestzeit in 1:54.331 Minuten.

In der kombinierten Zeitenliste aller drei Freien Trainings blieb Romano Fenati (FTR-Honda) mit 1:49.965 Minuten vorne. Die Strecke war deutlich rutschiger als am Freitagvormittag. Hinter Folger reihte sich KTM-Werksfahrer Sandro Cortese ein und sorgte für eine deutsche Doppelführung. Der WM-Führende war um 0,530 Sekunden langsamer als der Aufsteiger der letzten beiden Rennen. Dagegen hatte Corteses WM-Konkurrent wieder Rückstand. Auf Folger fehlten Maverick Vinales (FTR-Honda) 1,555 Sekunden und er reihte sich an der zehnten Stelle ein.

Erster Verfolger des deutschen Duos war Miguel Oliveira (Suter-Honda/+0,669 Sekunden) auf Rang drei. Auf den Plätzen vier und fünf landeten die beiden KTM-Fahrer Zulfahmi Khairuddin (+0,695) und Danny Kent (+0,769). In den Top 10 befanden sich auch Efren Vazquez (FTR-Honda), Alex Rins (Suter-Honda), Wildcard-Starter Kevin Calia (Honda) sowie Arthur Sissis (KTM). Fenati war heute Vormittag weit hinten, denn dem Italiener fehlten 2,4 Sekunden, wodurch er nur 17. wurde.

Im letzten Drittel der Zeitenliste war auch Toni Finsterbusch zu finden, der seit diesem Wochenende eine Standard-Honda im Racing-Team-Germany pilotiert. Der 19-Jährige klassierte sich mit einem Rückstand von knapp drei Sekunden auf Platz 24. Der Schweizer Giulian Pedone (Suter-Honda) wurde 18.

Mehreren Fahrern wurden die rutschigen Verhältnisse zum Verhängnis. Miroslav Popov flog gleich zweimal von seiner Mahindra. Jakub Kornfeil stand genau wie Luis Salom neben der Strecke. Niklas Ajo und Brad Binder rutschten gleichzeitig an der gleichen Stelle aus. Jack Miller war zunächst gut unterwegs, aber dann ging er wie am Vortag zu Boden. Da auch Danny Webb ausrutschte, gab es im Mahindra-Team viel zu reparieren.

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