Kalex-Pilot Jonas Folger belegte im Trockenen die vierte Position © FGlaenzel

Auch beim Auftakt in Mugello kann sich Rookie Jonas Folger in der Spitzengruppe behaupten - Federelemente von WP funktionieren gut

Der erste Trainingstag in Mugello bot den Fahrern der Moto2-Klasse zwei komplett unterschiedliche Voraussetzungen. Am Vormittag war es trocken, während das Nachmittagstraining verregnet war. Jonas Folger fuhr erstmals im Rahmen eines Grand Prix mit Dämpferelementen von WP. Das neue Material funktionierte gut an seiner Kalex, denn die deutsche Nachwuchshoffnung glänzte im Spitzenfeld. Folger beendete das trockene Training als Vierter und hatte 0,289 Sekunden Rückstand auf Tito Rabat.

Sein Fazit fällt demnach positiv aus, denn die WP-Elemente funktionieren: "Wir sind zum ersten Mal mit WP gefahren und haben natürlich etwas Zeit gebraucht, bis wir die richtige Abstimmung gefunden haben. Zum Schluss konnte ich einige schnelle Runden fahren. Im Regen war es dann schwieriger, weil wir nicht wussten, mit welcher Abstimmung wir starten müssen, weil es ein komplett neues Fahrwerk für uns ist", berichtet Folger 'Motorsport-Total.com'.

Am verregneten Nachmittag fehlten Folger rund drei Sekunden auf die Spitze. Trotzdem war es ein lehrreiches Training: "Für die letzten drei Minuten haben wir bei der Gabel und dem Stoßdämpfer große Veränderungen vorgenommen. Das hat sich gut angefühlt in der einen Runde, die ich fahren konnte. Jetzt wissen wir, wie wir beim nächstem Mal bei Regen starten müssen." Wichtig ist die Performance im Trockenen.

Folger ist der erste Kalex-Fahrer, der von Öhlins zu WP gewechselt hat. Bei einem Test nach dem Grand Prix von Jerez drehte er die ersten Kilometer mit den neuen Elementen. "Ich bin schon in Aragon mit WP gefahren und konnte ein gutes Gefühl dafür aufbauen. Ich hatte jetzt hier in Mugello auch sofort ein gutes Gefühl", unterstreicht Folger. "Wir brauchten aber etwas Zeit für die Abstimmung, weil es doch eine etwas andere Strecke als Aragon ist. Die Rundenzeiten haben gepasst und wir wissen, wo wir uns bei der Einstellung des Fahrwerks verbessern können."

Folger hatte zuletzt einen guten Lauf, fuhr in Jerez auf das Podest und eroberte in Le Mans die Pole-Position. Ist der Wechsel eines entscheidenden technischen Details ein Risiko? "Sicher ist es ein Risiko, aber jeder hat fast das gleiche Material. Man ist natürlich immer auf der Suche nach etwas Besserem. Ich habe ein besseres Gefühl, deswegen haben wir uns dafür entschieden. Wir haben auch nichts zu verlieren."

"Natürlich ist die Aufmerksamkeit von WP etwas größer, weil ich der erste Kalex-Fahrer damit bin." Das trockene erste Training zeigte, dass Folger auch in Mugello im Spitzenfeld mitmischen kann. Aufgrund der instabilen Wettersituation fasst er kein bestimmtes Ergebnis ins Auge, sondern die Arbeit mit WP steht im Fokus. "Wir wollen uns noch einmal steigern und positive Fortschritte schaffen. Mir haben im ersten Training trotz einiger Probleme, die wir sicher lösen können, zwei Zehntel gefehlt. Deshalb bin ich mir sicher, dass wir auch am Samstag wieder vorne dabei sein werden."

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