Rookie Sam Lowes hat sich gut an die rauen Sitten in der Moto2 gewöhnt © samlowes.com

Der Supersport-Weltmeister hat sich bei den bisherigen Rennen beachtlich geschlagen und denkt, es hätte noch besser laufen können

Mit dem Wechsel aus der Supersport-WM in den Grand-Prix-Sport hat sich Sam Lowes einer großen Herausforderung gestellt. Der amtierende Supersport-Weltmeister verhandelte im Vorjahr unter anderem mit Tech 3 und kam schlussendlich bei Speed Up unter. Dadurch wurde es für den ehemaligen Yamaha-Piloten noch schwieriger, sich im engen Moto2-Feld durchzusetzen, indem die Kalex- und Suter-Piloten meist den Ton angeben.

Doch Lowes erzielte bisher starke Leistungen. Beim Saisonauftakt in Katar fuhr der Rookie aus der zweiten Startreihe zu Platz sechs und ließ namhafte Piloten hinter sich. In Austin hatte er weniger Glück und wurde in eine Kollision verwickelt. Doch in Argentinien und Frankreich gelangen dem Briten weitere Top-10-Platzierungen. Nach fünf Rennen belegt Lowes mit 25 Zählern in der Fahrerwertung Platz zwölf.

"Ich habe sehr viel gelernt. Es hätte sicher geholfen, wenn ich über die Moto3 gekommen wäre, doch es war auch eine Hilfe, als Supersport-Weltmeister aufzusteigen", bemerkt Lowes im Gespräch mit 'MotoGP.com'. Obwohl der Speed-Up-Pilot bisher drei Mal in die Punkte fahren konnte, ist er mit dem Verlauf nicht komplett zufrieden: "Ich denke, es hätte noch besser laufen können", hält Lowes fest. "Ich denke, in den USA hätte ich Sechster oder Siebter werden können, wenn ich nicht in der ersten Kurve zu Sturz gebracht worden wäre."

"Wir kommen näher an die Spitze heran, bereiten uns aber immer ähnlich vor. Es gibt keine Geheimnisse: Es geht ums Feintuning. Wir liegen nicht weit zurück und müssen nur noch ein bisschen mehr Vertrauen finden. Das kommt alles mit der Zeit", ist sich der Zwillingsbruder von Superbike-WM-Pilot Alex Lowes sicher. An die Fahrweise in der Moto2 konnte sich der 23-Jährige gut anpassen.

"Der Fahrstil und die Art und Weise der Kämpfe sind ganz anders - auf den ersten Runden wird sehr aggressiv gefahren. Ich liebe es. Nun muss ich mich steigern. Wir konnten bereits erste Fortschritte erzielen. Ich gewöhne mich langsam an die Moto2", berichtet der Supersport-Weltmeister, der einer von zwei Speed-Up-Piloten im Feld ist. Neben Lowes setzt Routinier Anthony West ebenfalls auf Speed Up.

"Wir verwenden das neue Chassis, doch ich warte noch auf ein paar Upgrades. Wir wechseln ständig Teile", erklärt Lowes. "Man könnte behaupten, dass ich bei der Entwicklung Druck habe, doch da ich von der Supersport-WM komme, geht es bei mir in eine etwas andere Richtung. Wir wollten beim neuen Chassis mehr Traktion erhalten und das Einlenken verbessern, doch in der Moto2 geht es um diese minimalen Unterschiede, nichts Großes. Das ist es, was in der Regel für einen großen Fortschritt sorgt." Für weitere Fortschritte soll auch eine neue Sitzeinheit sorgen, die den Komfort in den Rennen steigern soll. Beim Rennwochenende in Mugello wird Lowes den neuen Sitz erhalten.

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