Josh Herrin hat noch keinen WM-Punkt in der Moto2-Klasse erobert © FGlaenzel

Moto2-Rookie Josh Herrin hat bei der Umstellung auf Europa und die Moto2 noch Schwierigkeiten - Die mittlere Klasse ist für den US-Amerikaner härter als erwartet

Josh Herrin kam in diesem Jahr von der US-amerikanischen Superbike-Szene in die Moto2. Das neue Caterham-Suter-Team zeigte Potenzial, doch Topergebnisse blieben bisher aus. Auch Johann Zarco schaffte es noch nicht auf das Podest. Für Herrin begann der Start seiner WM-Karriere harzig. Platz 22 in Le Mans ist bisher sein einziges zählbares Ergebnis. Aufgrund einer Trainingsverletzung musste Herrin zudem die beiden Rennen in Argentinien und Jerez auslassen.

"Ich habe nicht realisiert, wie hart diese Klasse ist", gibt Herrin bei 'MotoGP.net.au' offen zu. "Es ist definitiv einige Schritte über dem, das ich gewohnt war. Jeder gibt auf der Strecke immer 100 Prozent. Es gibt keine Momente, in denen nicht gepusht wird." Auf Herrin lastet auch ein gewisser Druck, denn er ist in den kleinen Klassen der einzige US-Amerikaner und der Hoffnungsträger für die Zukunft.

Die Nachfolge von Kenny Roberts, Freddy Spencer und Co. konnte er bisher nicht antreten. Europa ist für Herrin komplettes Neuland. Er muss auch die Strecken lernen. "Wenn wir auf Kursen fahren, die ich mein ganzes Leben lang kenne, dann wäre ich innerhalb einer Sekunde. Das hoffe ich und würde es erwarten, aber derzeit muss ich in jedem Training aufholen", verdeutlicht er seine Herausforderung. "Mir fehlen zwei Sekunden. Dann finden sie eine halbe Sekunde und ich eine Sekunde, aber dann liege ich immer noch zurück. Das ist der härteste Teil."

Herrin muss an allen Details arbeiten, um der Spitze näherzukommen. "Ich versuche, an meinem Fahrstil zu arbeiten. Aus irgendwelchen Gründen sind Links- und Rechtskurven für mich anders. Ich bin in Rechtskurven nicht schwach, aber ich könnte mich wie die anderen Fahrer etwas mehr neben das Motorrad beugen. Dann sieht man aber wieder, dass sich Vinales und Kallio nicht so stark neben das Motorrad beugen."

"Sie machen es schon, aber nicht so extrem wie Marquez und Rabat. Man muss seinen eigenen Stil entwickeln. Der neue Stil von Marquez erinnert an Spies und Hopkins. Jetzt will das jeder machen. Man sieht, dass diese Jungs gewinnen und man will es deshalb genauso machen. Ich glaube aber nicht, dass das zwingenderweise der richtige Weg ist."

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