Tom Lüthi verlor das Duell gegen Landsmann Dominique Aegerter © FGlaenzel

Kalex belegt in Le Mans die Positionen eins bis sechs: Suter-Pilot Tom Lüthi ist nach Platz acht beim Grand Prix in Frankreich etwas ratlos

Tom Lüthi musste sich beim Grand Prix von Frankreich mit dem achten Platz begnügen. Der Schweizer startete aus der zweiten Reihe, gab konsequent Vollgas und zog auch in den Zweikämpfen alle Register, hatte mit seiner Suter MMX2 aber trotzdem in keiner Phase des Rennens eine Chance, in die Entscheidung um die Podestplätze einzugreifen, die ein halbes Dutzend Kalex-Piloten unter sich ausfochten.

Dass beim Versuch, der Spitzengruppe hinterherzujagen, durch einen kleinen Rutscher in der Schlussphase des Rennens auch das Schweizer Duell gegen Dominique Aegerter verloren ging, war in Anbetracht des Gesamtrückstands von 15 Sekunden auf Sieger Mika Kallio von untergeordneter Bedeutung: Die eigentliche Herausforderung bei den nächsten Rennen und einem bevorstehenden Test in Mugello ist es, bei der Feinabstimmung und Weiterentwicklung des Suter-Prototypen wieder mit der Konkurrenz gleichzuziehen.

"Es ist frustrierend. Ich hatte von Anfang bis zum Schluss keine Chance, vorne mitzufahren", ärgert sich Lüthi. "Wir haben eigentlich gut gearbeitet, das Gefühl war gut vor dem Rennen, aber es fehlen einfach zwei bis drei Zehntelsekunden pro Runde, die uns die sechs Mann da vorn verpasst haben. Die Bedingungen waren eigentlich perfekt, sonnig, aber nicht zu heiß, wir hatten aber keine Chance. Im Kampf mit Dominique Aegerter kam es nicht wirklich zum Showdown."

"Ich habe gepusht, wollte vorne ranfahren. Dann hat er erst versucht, ihm gelang es auch nicht. Dann war ich wieder vorn, habe zum Schluss noch mehr Tempo gemacht, doch ich war so am Limit mit dem Motorrad, dass es mir fast das Vorderrad weggeschlagen hätte. Einmal musste ich geradeaus fahren, dann war das Duell mit Dominique natürlich vorbei. Aber das macht den Braten auch nicht fett. Wir haben andere Probleme. Wir haben über 15 Sekunden verloren nach vorne, das ist es, was mir stinkt. Jetzt muss etwas passieren - so kann es nicht weitergehen", bemerkt der Suter-Pilot.

"Wir sind schon etwas enttäuscht", erklärt Teambesitzer Daniel M.Epp. "In den Trainings war es schwierig, doch wir konnten noch halbwegs mithalten. Aber im Rennen war keine Chance, um mit der Spitzengruppe der ersten sechs Kalex-Piloten mitzufahren. Heute waren wir vom Material her gegenüber den Kalex unterlegen und konnten in keiner Phase des Rennens mithalten."

"Am Schluss ist Tom wirklich ans Limit gegangen, geriet in einer Kurve dann etwas von der Linie ab und verlor noch einen Platz. Wir haben jetzt einiges zu tun. Nach Mugello findet ein Test statt, dort müssen wir versuchen, das Manko, das wir mit dem Motorrad haben, wieder auszumerzen", schildert der Paddock-Teambesitzer. "Ich bin aber überzeugt, dass wir das hinkriegen."

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