Sandro Cortese konnte einen Highsider gerade noch abfangen © FGlaenzel

Sandro Cortese fliegt in Le Mans beinahe per Highsider ab und startet anschließend eine Aufholjagd, die den Deutschen noch auf Platz zwölf bringt

Er hatte einen seiner besten Rennstarts in der Moto2, doch in der vierten Runde des Grand Prix von Frankreich kam es zum Highsider, den Sandro Cortese geradeso retten konnte. Mit entfaltetem Airbag startete er eine Aufholjagd von der 22. auf die zwölfte Position und nahm zum Schluss wichtige Punkte mit nach Hause. Der Deutsche kam beim Start als Neunter sehr gut weg und konnte zwei Positionen gutmachen. Er befand sich in der ersten Verfolgergruppe, die zu dem Zeitpunkt um Platz sieben kämpfte.

In der vierten Runde allerdings rutschte Cortese das Hinterrad weg und er stürzte beinahe per Highsider. Der Kalex-Pilot lag schon fast am Boden und musste ins Kies fahren. Hinzukam, dass der Airbag seiner Leder-Kombi ausgelöst wurde. Er fiel auf Position 22 zurück und musste sich daraufhin mühsam wieder nach vorne kämpfen. In den verbleibenden 21 Runden reduzierte er fünf Sekunden Rückstand zu den Punkterängen und setzte sich schließlich noch in seiner Gruppe gegen Krummenacher, West, Syahrin und Nakagami durch.

"Bis auf den Ausrutscher war es ein gutes Rennen". Meint Cortese. "Ich hatte einen super Start. Ich denke, das war mein bester Start in der Moto2 bis jetzt. Kurz darauf hatte ich einen riesen Highsider. Ich bin weggerutscht und der Airbag war aufgegangen. Dann bin ich bis auf 22 zurückgefallen. Ich habe alles gegeben, um mich zurück zu kämpfen. Mein Rhythmus war gut."

"Körperlich bin ich wieder zu 100 Prozent fit, sonst hätte ich das so nicht durchgestanden. Es tut mir leid fürs Team, dass wir uns nicht gesteigert haben. Klar, wir haben wieder Punkte gesammelt, das ist wichtig. Aber ich denke, heute wäre mehr drin gewesen." Mit Platz zwölf konnte Cortese weitere vier Punkte auf seinem WM-Konto gutschreiben und sich in den Rankings in den Top-10 behaupten.

"Wir hatten noch ein kurzes Briefing abgehalten, wie wir das Rennen einteilen", sagt Teamchef Jürgen Lingg. "Vor allem, wie er die erste Runde und die erste Schikane heil übersteht. Damit Sandro dort nichts verliert, weil die Startposition ganz innen etwas ungünstig war. Aber er hat das super gemacht und konnte gleich mit Lüthi und Co. mitfahren. Dann hat er leider einen Rutscher übers Hinterrad gehabt und dabei ist der Airbag der Lederkombi aufgegangen."

"Das ist natürlich ein riesen Problem, weil man da erst mal keine Luft mehr bekommt. Es hat dann circa zwei Runden gedauert, bis er seinen Rhythmus wiedergefunden hat und er ist noch ein gutes Rennen gefahren. Ich muss sagen, aus sportlicher Sicht bin ich sehr zufrieden. Und in der Meisterschaft haben wir auch nicht viel verloren."

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