Der Finne Mika Kallio eroberte seinen zweiten Sieg in Folge © FGlaenzel

Mika Kallio gewinnt nach Jerez auch den Grand Prix von Frankreich und verkürzt seinen WM-Rückstand auf "Tito" Rabat - Jonas Folger Sechster

Der Sieger des Grand Prix von Frankreich heißt in der Moto2-Klasse Mika Kallio. Der Finne holte sich nach Jerez auch den Sieg in Le Mans. Zum ersten Mal in seiner Karriere gewann Kallio zwei Rennen in Folge. Acht Runden vor dem Ende setzte der Routinier das entscheidende Überholmanöver, baute sich einen Vorsprung von einer Sekunde auf und fuhr den Sieg sicher nach Hause. Der Deutsche Jonas Folger sah die Zielflagge als Sechster.

Über weite Strecken führte Simone Corsi das Rennen an, musste acht Runden vor Rennende Kallio aber ziehen lassen. In der letzten Runde kam der Italiener noch unter Druck von Esteve "Tito" Rabat, doch der Spanier kam nicht vorbei und musste sich mit Rang drei zufrieden geben. Somit verkürzte Kallio den WM-Rückstand auf Rabat auf sieben Punkte. "Ich war vor dem Rennen zuversichtlich. Der Plan war es, einen guten Start hinzulegen und das habe ich geschafft", erläutert Kallio sein Rennen. "Danach wollte ich sofort pushen, aber nach ein paar Runden merkte ich, dass ich keine Lücke herausfahren konnte."

"Dann überholte mich Corsi und danach hielt ich mich zurück und sah mir hinter ihm an, was passierte. Ich versuchte, die Reifen zu schonen und war das halbe Rennen hinter ihm. Dann wurde er etwas langsamer und ich entschied mich, es zu versuchen. Ich pushte hart und konnte eine kleine Lücke herausfahren. Dadurch waren die letzten Runden für mich etwas einfacher. Die Pace war nicht mehr am Limit. Es war ein hartes Rennen, so wie immer in dieser Klasse. Ich bin wirklich, wirklich glücklich über meinen zweiten Sieg in Folge, es ist gut für die Weltmeisterschaft."

Das Marc-VDS-Team bestimmt derzeit das Geschehen in der Moto2, denn es war schon der vierte Sieg im fünften Saisonrennen. Für Corsi war Rang zwei der erste Podestplatz seit dem Sachsenring in der vergangenen Saison. "Es ist das erste Podium in diesem Jahr", freut sich der Forward-Pilot. "Der Start des Rennens war sehr schnell. Ich bin sehr glücklich über den zweiten Platz. Das nächste Rennen ist in Mugello und möglicherweise gibt es dort wieder ein Podium."

Mit Platz drei verlor dagegen Rabat weiteren Boden in der WM. "Ich habe es versucht, aber mein Start war nicht so gut", bemerkt der Spanier. "Danach wollte ich mich wieder nach vorne arbeiten, aber mein Hinterrad ist die ganze Zeit etwas gerutscht. Das Gefühl für das Motorrad wurde besser und ich konnte pushen, aber am Ende war nicht mehr möglich. Ich bin glücklich für das Team und Mika. Wir müssen für das nächste Rennen arbeiten, wenn wir dort gewinnen wollen, denn in den vergangenen beiden Rennen war ich nicht so gut und ich muss mich verbessern."

Knapp hinter den Top 3 kam das Pons-Duo ins Ziel. Moto3-Weltmeister Maverick Vinales fing noch seinen Teamkollegen Luis Salom, der lange auf Platz zwei fuhr, ab und wurde Vierter. Salom belegte schließlich Rang fünf. Jonas Folger hatte die Spitze immer im Blick, doch der Deutsche konnte schlussendlich nicht in die Duelle um die Podestplätze eingreifen. Nach seiner ersten Pole-Position in der Moto2-Klasse sah Folger die Zielflagge als Sechster.

Kalex dominierte in Frankreich, denn die ersten sechs Plätze gingen an den Chassis-Hersteller aus Deutschland. Spannend ging es im Schweizer Duell um Rang sieben zu. Von Startplatz 15 kommend drang Dominique Aegerter rasch in die Top 10 vor. Es entwickelte sich über die komplette Renndistanz ein Zweikampf mit seinem Landsmann Tom Lüthi. Schließlich setzte sich Aegerter durch und war als Siebter auch der beste Suter-Pilot. Lüthi hatte im Ziel drei Sekunden Rückstand auf Aegerter und belegte Platz acht.

Das Feld hatte sich über die Renndistanz weit aufgefächert. Die Positionen neun bis elf gingen an Sam Lowes (Speed Up), Franco Morbidelli (Kalex) und Marcel Schrötter (Tech 3). Somit holte der Deutsche beim Heimrennen seines Teams fünf WM-Punkte. Sandro Cortese (Kalex) setzte sich in der nächsten Verfolgergruppe durch und kam als Zwölfter ins Ziel. Die letzten WM-Punkte gingen an Randy Krummenacher (Suter), Anthony West (Speed Up) und Hafizh Syahrin (Kalex).

Der Schweizer Robin Mulhauser (Suter) wartet weiterhin auf seinen ersten Punkt, denn er beendete das Rennen als 25. Für die Franzosen war es kein erfolgreiches Rennen, denn Louis Rossi und Johann Zarco schieden durch Sturz aus. Auch Axel Pons, Alex de Angelis, Tetsuta Nagashima, Ricard Cardus und Mattia Pasini gingen zu Boden. Der nächste Grand Prix findet am 1. Juli in Mugello (Italien) statt.

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