Jonas Folger eroberte seine erste Pole-Position in der Moto2-Klasse © FGlaenzel

Sensation in Le Mans: Jonas Folger erobert bei seinem fünften Moto2-Rennen erstmals die Pole-Position - Tom Lüthi Fünfter und Sandro Cortese auf Platz neun

Rookie Jonas Folger (Kalex) ist in der Moto2-Klasse auf dem Vormarsch: Nach seinem ersten Podesptlatz vor zwei Wochen in Jerez eroberte der Deutsche nun in Le Mans seine erste Pole-Position in der mittleren Klasse. Folger setzte sich kurz vor Ablauf der Trainingszeit mit einer Runde in 1:37.616 Minuten an die Spitze der Zeitenliste. In seiner anschließenden Runde verpasste er die eigene Bestmarke nur knapp. Die Konkurrenz konnte nicht kontern und die Sensation war perfekt.

Folger war am Ende um vier Tausendstelsekunden schneller als WM-Favorit "Tito" Rabat (Kalex). "Ich fühle mich hier sehr wohl. Zu Beginn hatten wir Probleme, da sich der Kurs von den anderen Strecken stark unterscheidet", meint der Deutsche. "Doch in den finalen Minuten fanden wir etwas und konnten eine gute Rundenzeit fahren." Rabat hatte dagegen kein perfektes Qualifying, denn gegen Halbzeit stürzte der Spanier in Kurve acht von seinem Motorrad.

Er fuhr zwar später weiter, konnte seine eigene Bestzeit aber nicht mehr toppen. "Ich denke, ich kann morgen ein gutes Rennen zeigen", schätzt Rabat. "Hier in Le Mans ist das meist ziemlich schwierig. Am Morgen verlor ich etwas meinen Rhythmus. Das Verhalten vom Motorrad gefiel mir nicht. Gestern war es besser und im Qualifying war es auch gut. Ich konzentrierte mich voll und ganz auf meinen Rhythmus."

Platz drei eroberte Pons-Pilot Luis Salom. Kalex belegte die komplette erste Startreihe. "Als ich einen neuen Hinterreifen aufziehen ließ, machte ich einen Fehler", bemerkt der Moto2-Rookie. "Ich übte zu viel Druck auf das Heck aus und verlor dadurch die Front. Ich fuhr zurück an die Box. Die Mechaniker konnten einige Schäden beheben, aber leider nicht alle. Ich hatte kein gutes Gefühl für die Hinterradbremse. Ich möchte im Warmup mein Gefühl zurückerlangen und ein gutes Rennen zeigen."

Routinier Mika Kallio (Kalex) qualifizierte sich als Vierter für Reihe zwei. Somit wurde auch die Pole-Serie des Marc-VDS-Teams unterbrochen, denn Rabat stand bei den ersten drei Rennen auf dem ersten Startplatz, Kallio war es zuletzt in Jerez. Der Schweizer Tom Lüthi wurde auf seiner Paradestrecke Fünfter. Damit war der Routinier auch der beste Suter-Pilot. Auf Folger fehlten Lüthi 0,154 Sekunden. Wie gewohnt ging es in der Moto2 wieder eng zu, denn 19 Fahrer befanden sich innerhalb einer Sekunde. Simone Corsi (Kalex) komplettierte als Sechster Reihe zwei.

Die Plätze in der dritten Startreihe gingen an Moto3-Weltmeister Maverick Vinales (Kalex), Ricard Cardus (Tech 3) und Sandro Cortese (Kalex). Für Cortese lief das Qualifying ebenfalls nicht nach Wunsch, denn auch er ging in Kurve sieben zu Boden, konnte aber weiterfahren. Marcel Schrötter konnte nicht die Rundenzeiten seines Tech-3-Teamkollegen Cardus fahren und wurde 17.

Auch für die weiteren Schweizer war es kein erfolgreiches Qualifying. Dominique Aegerter (Suter) muss am Sonntag wieder ein Raketenstart gelingen, denn er wurde nur 15. Randy Krummenacher (Suter) war auf Position 24 zu finden und Robin Mulhauser (Suter) qualifizierte sich als 35. und Letzter. Der Grand Prix über 26 Runden startet am Sonntag um 12:20 Uhr MESZ.

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