Luis Salom sicherte sich in einer spannenden Zeitenjagd den ersten Platz © FGlaenzel

Moto2-Rookie Luis Salom fährt in Le Mans im zweiten Freien Training knapp vor "Tito" Rabat die Bestzeit - Aegerter und Folger in den Top 5, Lüthi und Cortese stürzen

Im zweiten Freien Training entwickelte sich in den Schlussminuten eine spannende Zeitenjagd in der Moto2-Klasse. Mehrere Fahrer waren auf dem Bugatti-Circuit in Le Mans (Frankreich) mit schnellen Zwischenzeiten unterwegs. Einige von ihnen mussten ihre Runden aber auch abbrechen, da sie von Konkurrenten behindert wurden. Im letzten Angriff setzte sich Rookie Luis Salom (Kalex) mit einer Runde in 1:38.254 Minuten an die Spitze.

Für den Pons-Piloten waren es turbulente Schlussminuten, denn kurz zuvor war er ebenfalls auf Bestzeitkurs, allerdings schnitt ihm Xavier Simeon (Suter) in der Chemin-aux-Boeufs-Schikane den Weg ab und die Runde war vorbei. Am Ende klappte es dennoch für Salom. Platz zwei ging an WM-Leader "Tito" Rabat (Kalex), der um lediglich 0,060 Sekunden langsamer war. Moto3-Weltmeister Maverick Vinales (Kalex) war ebenfalls schnell unterwegs und fuhr auf Platz drei. Das Pons-Duo entwickelt sich zu einem entscheidenden Faktor in der mittleren Klasse.

Bester Schweizer war am Nachmittag Dominique Aegerter, der auch mit Abstand der beste Suter-Pilot war. Aegerter fuhr kurz vor Ablauf der Zeit auf Platz eins und wurde noch auf Rang vier verdrängt. Auf die Spitze fehlten dem Schweizer lediglich 0,115 Sekunden. Bester Deutscher war Jonas Folger (Kalex) als Fünfter. Der Moto2-Rookie bestätigte seine derzeitige Form. Allerdings wurde auch Folger in der Schlussphase von einem langsameren Konkurrenten behindert.

Auf den ersten neun Plätzen waren mit Ausnahme von Aegerter nur Kalex-Fahrer zu finden. Nach dem Deal mit dem Forward-Team rüstet Kalex mittlerweile 16 Fahrer, knapp die Hälfte des Feldes, aus. Hinter Folger komplettierten Simone Corsi, Mika Kallio, Franco Morbidelli, Julian Simon und Alex de Angelis (Suter) die Top 10. Tom Lüthi (Suter) und Sandro Cortese (Kalex) gingen im Laufe des Trainings zu Boden.

Für Lüthi begann das Nachmittagstraining alles andere als optimal. Der Schweizer stürzte schon in der Anfangsphase bei der Anfahrt zur Dunlop-Schikane. Dabei prallte Lüthi hart auf seine linke Schulter. Le Mans ist in Lüthis langer Karriere die erfolgreichste Strecke. 2005 holte er sich in der 125er-Klasse seinen ersten Grand-Prix-Sieg. 2006 wiederholte Lüthi diesen Erfolg in der Achtelliterklasse. 2012 feierte er in Le Mans seinen bisher letzten Moto2-Sieg. Derzeit ist Lüthi auch der einzige aktive Moto2-Fahrer, der in der mittleren Klasse schon in Le Mans gewonnen hat.

Schlussendlich konnte Lüthi in der Schlussphase wieder auf seine Suter steigen, doch er hatte viel Trainingszeit verloren. Somit reichte es nur zu Platz 14. Cortese stürzte erst in den Schlussminuten von seiner Kalex und konnte nicht weiterfahren. Der Deutsche reihte sich an der 13. Position ein. Auf die Spitze fehlten Lüthi und Cortese dennoch nur sechs Zehntelsekunden. Die Zeiten lagen in der Moto2 wieder eng beisammen.

Für das Tech-3-Team von Marcel Schrötter ist Le Mans das wichtige Heimrennen. Der Deutsche belegte im zweiten Training Platz 18, obwohl sein Rückstand nur neun Zehntelsekunden betrug. Tech-3-Teamkollege Ricard Cardus wurde 20. Auch der Schweizer Randy Krummeancher (Suter) war mit Position 21 im Mittelfeld zu finden. Robin Mulhauser (Suter) gab am Ende des Feldes die rote Laterne an Thitipong Warokorn (Kalex) ab.

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