Sandro Cortese eroberte in dieser Saison zum zweiten Mal den zweiten Platz © FGlaenzel

Sandro Cortese erobert in Jerez Startplatz zwei - Die Pole-Position geht an Mika Kallio - Tom Lüthi und Dominique Aegerter in Startreihe zwei

In der Moto2-Klasse jubelte in Jerez (Spanien) ein neues Gesicht in dieser Saison über die Pole-Position: Mika Kallio stahl den Geheimfavoriten und seinem Marc-VDS-Teamkollegen "Tito" Rabat die Show und sicherte sich seine insgesamt zweite Pole-Position in der Moto2-Klasse. Zum letzten Mal stand der Brite im vergangenen Herbst in Motegi (Japan) auf dem besten Startplatz. Kallio fuhr eine Runde in 1:42.766 Minuten und war um 0,294 Sekunden schneller als Sandro Cortese. Luis Salom komplettierte als Dritter die erste Reihe, in der drei Kalex-Motorräder stehen.

"Wenn man auf Pole steht, dann will man natürlich auch das Rennen gewinnen", steckt Routinier Kallio seine Ziele ab. "Morgen kann alles passieren, aber ich bin ziemlich zuversichtlich. Die Balance ist ziemlich gut, und wir wissen schon, welches Setup und welche Reifen wir morgen verwenden werden. Ich denke, dass wir bereit sind, momentan gibt es keine Probleme. Meine Runde war fast perfekt, ich machte keinen Fehler." Für den Finnen war es die insgesamt 16. Pole seiner Karriere.

Nach Katar steht Cortese zum zweiten Mal auf dem zweiten Startplatz: "Ich bin sehr sehr glücklich. Die ersten drei Rennen waren sehr schwierig für mich. Ich konnte nach dem Unfall in Katar nicht entspannt fahren, denn ich hatte große Schmerzen", blickt der Deutsch auf die vergangenen Wochen zurück. "Jetzt geht es dem Bein von Tag zu Tag besser, und ich fühle mich auf dem Motorrad viel wohler."

"Das gesamte Wochenende war ziemlich gut. Das Qualifying war sehr heiß und hart. Ich hatte Glück, dass ich bereits in meinem zweiten Versuch eine gute Zeit setzen konnte, denn im letzten Versuch hatte ich Verkehr. Insgesamt bin ich aber sehr glücklich, ich bin bereit für das Rennen." Nach dem ersten Podestplatz zuletzt in Argentinien fuhr Salom nun zum ersten Mal in die erste Reihe.

"Es war gestern ein gutes Training für mich, da haben wir einen guten Job gemacht", sagt der Spanier. "Weil die Strecke so heiß war, fühlte ich mich am Anfang nicht wohl auf dem Motorrad. Selbst mit neuen Reifen bin ich sehr viel gerutscht. Heute haben wir etwas verändert, dadurch haben wir uns extrem verbessert. Es war trotzdem schwierig, aber morgen werden die Bedingungen besser sein, denn das Rennen findet am Vormittag statt. Das wird mir helfen."

Nach dem durchwachsenen Argentinien-Wochenende präsentierte sich Tom Lüthi (Suter) wieder in gewohnter Form. Der Schweizer verpasste als Vierter einen Platz in der ersten Reihe nur knapp, hat sich aber eine gute Ausgangsposition gelegt. Sein Landsmann Dominique Aegerter (Suter) gelang wieder ein besseres Qualifying und wird am Sonntag als Fünfter aus der zweiten Reihe starten. Geheimfavorit Rabat beendete das Training auf Rang sechs. Dem WM-Führenden fehlten 0,468 Sekunden auf die Zeit seines Teamkollegen.

Für Rabat war es ein schwieriger Tag, denn es gab am Vormittag einen Defekt an seinem Motorrad. Die Marc-VDS-Mechaniker bauten für das Qualifying einen neuen Honda-Motor ein. Es ging in der mittleren Klasse sehr eng zu, denn 16 Fahrer befanden sich innerhalb einer Sekunde. Jonas Folger (Kalex) verpasste einen Platz in der zweiten Reihe um lediglich eine Tausendstelsekunde. Der Moto2-Rookie wird am Sonntag von Position sieben angreifen.

Hinter Moto3-Weltmeister Maverick Vinales (Kalex) qualifizierte sich Marcel Schrötter (Tech 3) als Neunter. Das entsprach seinem besten Qualifying-Ergebnis in dieser Saison. Somit startet ein Deutscher aus der ersten Reihe, zwei Schweizer aus Reihe zwei und zwei weitere Deutsche aus der dritten Reihe. Dagegen waren die beiden Schweizer Randy Krummenacher (Suter) als 25. und Robin Mulhauser (Suter) als 39. wieder weit hinten zu finden.

Nicolas Terol nahm nicht am Qualifying teil. Der Spanier war im dritten Training in der ersten Kurve von seiner Suter gestürzte. Terol hatte große Schmerzen und wurde von den Streckenposten gestützt. Er wurde nach Jerez in ein Krankenhaus gebracht. Knochenbrüche wurden nicht festgestellt, aber sein linker Ellbogen musste mit sechs Stichen genäht werden. Er hatte zudem starke Hüftschmerzen. Ob Terol am Sonntag fahren wird, steht noch nicht fest. Der Grand Prix führt am Sonntag über 26 Runden. Startzeit ist wie gewohnt 12:20 Uhr.

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