Xavier Simeon verdrängte Sandro Cortese am Ende noch von Platz eins © Honda ProImages

Xavier Simeon fährt in Jerez im zweiten Training die schnellste Runde, ist aber langsamer als "Tito" Rabat am Vormittag. Alle drei Deutsche in den Top 10.

Auch in der Moto2-Klasse wurden im zweiten Freien Training nicht die Rundenzeiten vom Vormittag erreicht. Über Andalusien schien die Sonne und die Asphalttemperaturen des Jerez-Kurses kletterten für die mittlere Klasse schon auf über 50 Grad. Am Nachmittag stellte Xavier Simeon (Suter), der zuletzt in Argentinien sein bestes Karriereergebnis gefeiert hat, die Bestzeit auf. Der Belgier kam auf eine Runde in 1:43.752 Minuten. Am Vormittag ist "Tito" Rabat (Kalex) in 1:43.486 Minuten etwas schneller gewesen.

Für die Fahrer aus Deutschland war es ein positiver Trainingstag, denn alle drei fuhren am Nachmittag in die Top 10. Es ging aber auch turbulent zu. Rund 20 Minuten vor Trainingsende kam es zu einer engen Situation zwischen Dominique Aegerter (Suter) und Sandro Cortese (Kalex). Der Schweizer überholte den Deutschen am Ausgang der Pons-Kurve und kam dabei über die Randsteine. Cortese fuhr auf der Ideallinie und war deutlich langsamer unterwegs. Aegerter fühlte sich aufgehalten.

Der Schweizer schickte einen Fußtritt in Richtung Cortese. Einige Minuten später stand der Moto3-Weltmeister von 2012 Rabat im Weg. Auch der Spanier deutete dem Deutschen mit der Faust seinen Unmut darüber. Trotzdem ließ sich Cortese davon nicht beirren, fuhr kurz vor Trainingsende die Bestzeit und wurde am Ende nur noch von Simeon geschlagen. Cortese fehlten lediglich 88 Tausendstelsekunden zur Bestzeit.

Aegerter belegte schließlich Rang fünf, gefolgt von seinem Landsmann Tom Lüthi (Suter). Der Routinier hat nach dem schwierigen Argentinien-Ausflug wieder zu seiner gewohnten Form zurückgefunden. Marcel Schrötter (Tech 3) und Moto2-Rookie Jonas Folger (Kalex) belegten die Plätze neun und zehn. Wie immer ging es in der mittleren Klasse eng zu, denn Folger war nur um eine halbe Sekunde langsamer als Simeon.

In den Top 10 waren weiters noch Takaaki Nakagami (Kalex), Rabat, Simone Corsi (Forward KLX) und Johann Zarco (Caterham-Suter) zu finden. Nicht nach Plan lief es für Maverick Vinales. Der Spanier stürzte schon früh in Kurve acht. Anschließend mussten die Pons-Mechaniker die Kalex lange reparieren. Auch Alex de Angelis (Suter) und Azlan Shah (Kalex) stürzten im Laufe des Nachmittagstrainings.

Der Thailänder Ratthapark Wilairot vertritt an diesem Wochenende den verletzten Josh Herrin im Caterham-Team und konnte bei seinem WM-Comeback gleich auf Platz 14 fahren. Aspar-Pilot Nico Terol fuhr dagegen nicht aus der Krise und war auch auf heimischem Boden im Mittelfeld zu finden. Randy Krummenacher (Suter) klassierte sich als 18, Robin Mulhauser (Suter) wurde erneut 34. und Vorletzter.

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