Stefan Bradl könnte sich den Einsatz von Dieselmotoren in der Moto2 vorstellen © FGlaenzel

Stefan Bradl würde sich von einer größeren Motorenvielfalt in der Moto2 mehr Spannung erwarten - Gleichzeitig bringt er Dieselmotoren ins Spiel

Die derzeit in der Moto2 zum Einsatz kommenden 600-ccm-Honda-Einheitsmotoren werden noch bis einschließlich 2015 von allen Teams gefahren. Wie es danach genau weitergeht, steht momentan noch in den Sternen, verschiedene Konzepte werden diskutiert. MotoGP-Fahrer Stefan Bradl möchte die Entscheidung eigentlich lieber den Betroffenen selbst überlassen: "Das ist eine Angelegenheit, die eigentlich die Hersteller unter sich ausmachen müssen", so der Deutsche gegenüber 'Speedweek'.

Dennoch hat Bradl eine Präferenz: "Wenn es die Werke wie Honda, Yamaha, Suzuki, Kawasaki oder KTM interessant finden, mit 600 ccm und verschiedenen Motorenkonzepten gegeneinander anzutreten, könnte das Sinn machen. Aber wenn sie ablehnen und sagen: 'Uns reicht die Moto3 oder die MotoGP als Rennserie, in die wir unsere Entwicklungsbudgets reinpulvern', kann man alles beim Alten lassen. Sicherlich wäre es ein bisschen interessanter und spannender, wenn in der Moto2 ein Wettbewerb von Motorherstellern dabei wäre - wie jetzt in der Moto3."

Gleichzeitig sieht der WM-Siebte von 2013 aber auch die Schwachstelle dieser Option: "Wenn dann Honda oder irgendein anderes Werk den weitaus stärksten, besten und standfestesten Moto2-Motor baut, dann geht der fahrerische Aspekt mehr unter als jetzt", fürchtet Bradl um die Chancengleichheit in der Moto2. Schließlich stellt er noch ein ganz neues Konzept in den Raum: "Ich würde gerne einen Dieselmotor einführen in der Moto2. Warum gibt es so etwas nicht? Schließlich gewinnen die Audi-Dieselmotoren auch dauernd die 24-Stunden-Rennen in Le Mans."

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