Sandro Cortese musste sich auf die Moto2-Klasse umstellen © FGlaenzel

Sandro Cortese hat in seiner ersten Moto2-Saison viel gelernt - Im Interview blickt der Deutsche auf seinen Klassenwechsel zurück und will in Zukunft wieder Erfolge feiern

Eine lange und lehrreiche Saison liegt hinter Sandro Cortese und dem Intact GP-Team, das vor gut einem Jahr neu gegründet wurde, um mit dem Moto3-Weltmeister von 2012 das Abenteuer Moto2 in Angriff zu nehmen. Bei seinem Einstand in die höhere Kategorie, in seinem ersten Rennen in Katar, sicherte er sich gleich den 13. Startplatz. Drei Rennen später holte er in Le Mans seine ersten WM-Punkte. Sieben Mal konnte der 23-Jährige in den insgesamt 17 Saison-Rennen in die Punkte fahren (in Le Mans, Mugello, Assen, auf dem Sachsenring, Aragon, auf Phillip Island und in Motegi). Im spanischen Aragon sammelte er mit Platz zehn sein bestes Ergebnis des Jahres. Zwei elfte Plätze in Australien und Japan folgten.

Frage: "Sandro, wie war dein Eindruck von der höheren Klasse? Worin lag der größte Unterschied zwischen den Bikes in der Moto3 und Moto2?"

"Es war natürlich schade, dass ich in Brünn gestürzt war und ich mich verletzt habe. Dabei habe ich die Hand so unglücklich gebrochen, dass mich das teilweise noch bis zu den Tests, vor allem bei schlechtem Wetter stört. Darum werde ich am 19. Dezember ein weiteres Mal operiert, damit die Platte raus kann und ich schmerzfrei bin."

"Es war schon eine sehr harte Saison. Nicht nur für mich als Rennfahrer, sondern für alle, also fürs Team, für die Sponsoren. Es ist immer schwierig, zu akzeptieren, dass wir jetzt nicht ganz vorne dabei sind. Ich denke, wir haben alle hart gearbeitet, aber es kommt nicht von heute auf morgen, dass man wieder um Top-5-Plätze, Podiumsplätze oder sogar Siege kämpft."

"Ich weiß jetzt, wo ich mich verbessern muss. Im letzten Jahr wusste ich nicht wirklich, was auf mich zukommt. Ich wusste, es wird hart, aber nicht wie sehr. Nach der Saison weiß ich wirklich haargenau, was ich angehen muss, um noch schneller zu sein."

Frage: "Inwieweit musstest du nach acht Jahren in der leichten Klasse deinen Fahrstil anpassen?"

Frage: "Eine Frage zum Abschlusstest in Almeria. Ihr habt den 2014er-Rahmen von Kalex mit neuen Schwingen getestet. Was hat sich noch am Bike geändert und wie sind deine Erkenntnisse vom Test?"

Cortese will in der Moto2 an die Spitze

Frage: "Welche Ziele hast du dir für 2014 gesteckt? Stehen Podiumsplatzierungen auf deinem Plan?"

"Die Jungs machen eine Top-Arbeit. Ich muss mich noch weiterentwickeln. Ich werde auch alles daran setzen, um mir später nicht vorwerfen zu müssen, dass ich über den Winter nicht gut gearbeitet hätte. Der Hunger, wieder auf dem Podest zu stehen, ist extrem hoch. Es ist für einen Rennfahrer das schlimmste, gerade nach meinem Jahr davor, sich wieder hinten anzustellen. Man gibt trotzdem alles, aber es geht halt nicht, weil einfach die Erfahrung noch gefehlt hat. Jetzt weiß ich es besser und versuche auch, das auszuschöpfen. Sagen wir so - alles ist möglich."

Neue Fahrer steigen ab 2014 aus der Moto3 auf - alte Rivalen - Vinales, Salom und Folger. Bist du ihnen einen Schritt voraus?"

Frage: "Es steht eine längere Winterpause an. Das bedeutet nicht immer gleichzeitig, dass jetzt Ferien angesagt sind. Machst du trotzdem Urlaub?"

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