Esteve Rabat war einer der großen Aufsteiger der Moto2-Saison 2013 © FGlaenzel

Esteve Rabat gibt zu, dass er dem Druck, um die WM fahren zu können, in der Saison 2013 nicht ganz gewachsen war: "Ich habe viele Fehler gemacht"

Im Vorfeld der Moto2-Saison 2013 hatten wohl nur die wenigsten Experten Esteve "Tito" Rabat beim Kampf um den WM-Titel auf ihrer Rechnung. Doch der 24-Jährige war eine der großen Überraschungen in dieser Saison. Im Team von Sito Pons gelang Rabat an der Seite des späteren Weltmeisters Pol Espargaro eine deutliche Leistungssteigerung. Der Spanier gewann drei Rennen, stand insgesamt sieben Mal auf dem Podium und hatte neben Espargaro und Scott Redding lange Chancen auf den WM-Titel.

Mit dieser Situation umzugehen, war für Rabat jedoch nicht immer einfach: "Ich habe auch den Druck erlebt, den man verspürt, wenn man eine Chance auf den Titel hat", so de Spanier gegenüber 'motogp.com'. Zu Beginn sei sein Ziel lediglich gewesen, unter die Top 5 zu fahren, doch dann merkte Rabat, dass mehr möglich ist. "Nach Aragon, als ich den zweiten Platz belegte und Pol den dritten, dachte ich 'Vielleicht kann ich diese Meisterschaft gewinnen!'" Nach seinem Sieg in Malaysia hatte Rabat drei Rennen vor Saisonende nur 19 Punkte Rückstand auf Teamkollege Espargaro, doch dann spielten ihm seine Nerven einen Streich.

"Dann kam Phillip Island und es war immer noch ein Non-Stop-Lernprozess für mich. Ich war ein wenig nervös und machte viele Fehler, fuhr nach der Zielgeraden geradeaus", blickt Rabat auf das Rennen zurück. Diese Erfahrung möchte der Spanier aber unter dem Kapitel Lernprozess abhakten. "Ich werde nur das Beste aus der Saison mitnehmen: Ich habe gelernt, wie man gewinnt und in jedem Training und jedem Rennen stark ist. Das werde ich in meinem Hinterkopf behalten."

Am Ende der Saison war Rabat Dritter in der Gesamtwertung, und nachdem die vor ihm platzierten Esparagro und Redding in die MotoGP aufgestiegen sind, sieht sich der selbstbewusste Spanier nun in der kommenden Saison als größten Anwärter auf den Titel. "Der erste Rivale bin ich selbst! Ich denke, ich habe eine wirklich gute Chance, im nächsten Jahr den Titel zu gewinnen", meint Rabat. Als Hauptrivalen sieht der 24-Jährige vor allem Tom Lüthi und seinen neuen Teamkollegen Mika Kallio an, aber auch Moto3-Weltmeister Maverick Vinales möchte Rabat nicht unterschätzen.

Weiterlesen