"Tito" Rabat feierte seinen dritten Saisnsieg und hat Chancen auf den WM-Titel © FGlaenzel

Der Spanier Esteve "Tito" Rabat gewinnt das verkürzte Moto2-Rennen in Sepang und hat weiterhin WM-Chancen - Tom Lüthi hinter Pol Espargaro Dritter

Esteve "Tito" Rabat setzte seine dominanten Trainingsleistungen im Rennen um und gewann den Grand Prix von Malaysia in Sepang. Das Rennen wurde nach einem Horrorunfall unterbrochen und führte später über eine verkürzte Distanz. Kalex-Pilot Rabat kontrollierte das Rennen und feierte seinen dritten Saisonsieg. Sein Pons-Teamkollege Pol Espargaro setzte sich im Duell gegen Tom Lüthi (Suter) durch und wurde Zweiter. Für Lüthi war es der vierte Podestplatz dieser Saison.

Ein schwieriges Rennen hatte Scott Redding (Kalex), der als Siebter ins Ziel kam. Dadurch schrumpfte sein WM-Vorsprung auf Espargaro auf neun Punkte. Rabat hat seinen Rückstand auf 28 Zähler reduziert. Pech hatte Sandro Cortese (Kalex). Der Deutsche stürzte in der letzten Kurve und verpasste so die WM-Punkte. Durch diesen Sturz erbte Marcel Schrötter (Kalex), der aus der Boxengasse starten musste, als 15. den letzten Zähler. Ein starkes Rennen fuhr wieder Dominique Aegerter (Suter). Der Schweizer fuhr in der Spitzengruppe mit und kam als Fünfter ins Ziel.

Es war ein turbulentes Moto2-Rennen, das zunächst abgebrochen werden musste. Den ersten Start gewann das Pons-Team: Rabat übernahm vor Espargaro die Führung. Lüthi folgte als Dritter. Redding hatte einen super Start und war nach den ersten Kurven bereits Vierter. Auch Aegerter kam wieder sehr gut weg und sortierte sich hinter Mika Kallio (Kalex) als Fünfter ein. Nach der ersten Runde wurde das Rennen abgebrochen. Zu Beginn der Gegengeraden kam Axel Pons zu Sturz. Seine Kalex blieb mitten auf der Strecke liegen. Cortese konnte haarscharf ausweichen, doch einige nachfolgende Fahrer hatten weniger Glück.

Fadli Immammuddin prallte voll auf die gestrandete Maschine und Chaos brach aus. Mehrere Fahrer stürzten. Die Strecke erinnerte an ein Schlachtfeld. Einige Motorräder waren Totalschäden, doch kein Fahrer hatte sich schwer verletzt. In den Unfall involviert waren auch Zaghwan Zaidi, Ezequiel Iturrioz und Decha Kraisart. Die übrigen Fahrer kehrten an die Box zurück und bereiteten sich auf den Neustart vor. Die Renndistanz wurde auf zwölf Runden verkürzt. Die Startaufstellung entsprach dem ursprünglichen Qualifying-Ergebnis.

Nach einer längeren Unterbrechung - die Strecke musste von Öl gesäubert werden - wurde das Feld erneut auf die Reise geschickt. Als das Feld die Aufwärmrunde startete, wurde Schrötters Motorrad in die Boxengasse geschoben. Der Motor sprang nicht an. Der Deutsche musste aus der Boxengasse starten und dem Feld hinterherhetzen. Erneut setzte sich beim Start das Pons-Duo an die Spitze, doch diesmal übernahm Espargaro vor Rabat die Führung. Lüthi reihte sich als Dritter ein.

In der ersten Kurve kam es zu einem Unfall: Aegerter bremste spät, berührte leicht Johann Zarco, der wiederum Alex de Angelis berührte. De Angelis verlor die Kontrolle und ging zu Boden. Dabei riss er auch Xavier Simeon mit ins Kiesbett. Am Ende der ersten Runde führte Rabat vor Espargaro, Lüthi, Takaaki Nakagami (Kalex) und Aegerter. Redding war Achter. Rabat übernahm sofort das Kommando und versuchte sich abzusetzen. Lüthi griff Espargaro an und es entbrannte ein Duell um Platz zwei. In Kurve neun wäre der Spanier einmal beinahe der Suter an das Hinterrad gefahren.

Rabat drehte an der Spitze souverän seine Runden. Schwierig gestaltete sich Reddings Aufhjoljagd. Er hing lange hinter Nakagami auf Rang sieben fest. Die Lücke zur Spitzengruppe betrug zur Halbzeit bereits einige Sekunden. Die Verfolger hinter Rabat schoben sich in der zweiten Rennhälfte zusammen. Hinter Lüthi und Espargaro kamen Aegerter und Mika Kallio (Kalex) Schritt für Schritt näher.

Rabat war für niemanden in Reichweite. Der Spanier kontrollierte die Spitze und fuhr seinen dritten Saisonsieg nach Hause. Spannend blieb es bis zum Schluss im Duell um Platz zwei: Espargaro behauptete den zweiten Rang gegen Lüthi und machte in der WM viel Boden auf Redding gut. Der Brite musste sich in der letzten Kurve noch Zarco beugen. Durch diesen siebten Rang büßte Redding elf WM-Punkte auf Espargaro ein. Der Spanier verkürzte seinen Rückstand auf neun Zähler. Rabat hat nun 28 Punkte Rückstand.

Um den vierten Platz duellierten sich wie schon so oft in dieser Saison Kallio und Aegerter. Am Ende behielt der Finne die Oberhand. Hinter Redding komplettierten Jordi Torres (Suter) und Julian Simon (Kalex) die Top 10. Die weiteren WM-Punkte gingen an Danny Kent (Tech 3), Anthony West (Speed Up), Ricky Cardus (Speed Up) und Schrötter. Pech hatte Cortese. In der letzten Kurve stürzte der Deutsche im Duell mit Kent. Dadurch erbte Schrötter den letzten WM-Punkt. Das nächste Rennen findet bereits am kommenden Wochenende auf Phillip Island (Australien) statt.

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