Randy Krummenacher zeigte am Samstag eine deutliche Leistungssteigerung © Team Technomag carXpert

Nach den beiden Stürzen am Freitag meldet sich Randy Krummenacher heute im Qualifying stark zurück und fährt mit seiner Suter auf Startplatz 13

Randy Krummenacher fand im Qualifying zum Großen Preis von Großbritannien zu alter Stärke zurück. Der 23-jährige Suter-Pilot qualifizierte sich als 13. für den morgigen Moto2-Grand-Prix. Krummenacher, für den das elfte Saisonrennen mit zwei Stürzen am gestrigen Freitag denkbar schlecht begonnen hatte, gelang heute eine tolle Leistungssteigerung, nachdem er das abschließende freie Training am Vormittag mit der 23.-schnellsten Rundenzeit beendete. Abgesehen vom Ergebnis zeigte er sich im Anschluss dieser Session dennoch zufrieden, da es ihm gelang seinen Rhythmus wieder zu finden und damit eine gute Vorbereitung für das Qualifying schaffte.

In der 45-minütigen Trainingssitzung am Nachmittag bei besten Bedingungen, war es von den ersten Minuten an offensichtlich, dass in der Pause sowohl gesundheitlich Fortschritte gelangen, sowie auch allmählich das Selbstvertrauen wieder zurückkehrte. Zwischenzeitlich fuhr der Schweizer dank einer Reihe konkurrenzfähiger Rundenzeiten in die Top 10, ehe er in seiner zwölften von insgesamt 18 Runden seine Bestmarke in 2:08,295 Minuten erzielte.

Gegenüber dem Vormittag steigerte er sich um 1,2 Sekunden und die Freude über das beste Qualifying-Ergebnis seit dem Sachsenring-Wochenende Mitte Juli dieses Jahres darf berechtigt groß sein. Damals qualifizierte sich Krummenacher für den 14. Startplatz, bevor tags darauf der verhängnisvolle Unfall während dem Warmup passierte, bei dem er sich am Finger verletzte. "Dieses Qualifying war für mich ein Befreiungsschlag nach all den gestrigen Rückschlägen", sagt Krummernacher.

"Das Wochenende hat mit zwei Stürzen denkbar schlecht begonnen und ich konnte mich bis heute noch nicht richtig erholen. Am Vormittag hatte ich noch einen leichten Brummschädel, erst am Nachmittag ging es mir besser. Im Generellen fühle ich mich etwas geschlaucht, was normal nach zwei Trainingstagen nicht der Fall ist. Die Ursachen dafür sind mit Sicherheit die gestrigen Vorkommnisse. Nichtsdestotrotz habe ich versucht das Ding ruhig und gelassen durchzuziehen und unsere Aufgabenliste, die heute natürlich ungleich umfangreicher als sonst war, abzuarbeiten. Das ist mir schon während dem freien Training heute Morgen gut gelungen. Ich bin meine Runden alleine gefahren und wieder gut in den Rhythmus gekommen."

"Okay, Rang 23 war nicht unbedingt berauschend, aber der Verlauf dieser Session hat mir für das Qualifying am Nachmittag viel geholfen, den richtigen Schritt zu machen. Ich bin sehr froh und zufrieden, denn zum ersten Mal seit den Trainings am Sachsenring konnte ich meinen Speed wirklich zeigen. Das gibt mir Zuversicht für morgen und natürlich ist es motivierend zu wissen, dass an diesem Wochenende noch einiges möglich ist. Das Ziel für das Rennen ist nach diesem starken Qualifying ganz klar vorgegeben: ich will ein paar Punkte holen. Im Rennen wird es bestimmt nicht einfach konstant im Bereich von 2:08 zu fahren, da mir dies im Qualifying nur für ein paar Runden gelungen ist."

"Es sind noch ein paar Änderungen am Setup zu machen, vielleicht gelingt uns dann hoffentlich noch ein Schritt. Außerdem steht die Reifenwahl noch nicht fest. Wichtig wird es sein, dass ich vom Start gut wegkomme und mich an die erste Verfolgergruppe anhängen kann, um in der Anfangsphase einen Vorsprung auf die Leute hinter mir herauszufahren. Das Rennen über 18 Runden hier wird sehr lang, zumal ich nicht nur wegen der Finger gesundheitlich leicht angeschlagen bin", so Krummernacher.

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