Sandro Cortese saß fünf Tag nach seinem Armbruch schon wieder auf dem Motorrad © FGlaenzel

Mit frisch operiertem rechten Arm schwang sich Sandro Cortese am Freitag in Silverstone wieder auf seine Kalex und fuhr auf einen beachtlichen 18. Platz

Es ist gerade einmal fünf Tage her, dass Sandro Cortese in Brünn stürzte und sich den rechten Arm brach. Am Montag wurde die Fraktur in der Ulmer Uniklinik mit zwei Platten fixiert und am Freitag saß der aktuelle Moto3-Weltmeister in Silverstone bereits wieder auf dem Motorrad, um an den ersten Trainings für den Großen Preis von Großbritannien teilzunehmen. Am Vormittag hatte der Moto2-Rookie noch Probleme beim Bremsen, da das Gefühl in zwei Fingern seiner rechten Hand fehlte. Im zweiten Freien Training konnte er sich dann schon deutlich steigern und war in der Lage, mit seinem Team an ersten Setup-Einstellungen zu arbeiten.

Der Intact-GP-Pilot ließ sich seine Schmerzen nicht anmerken und fuhr auf dem 5,9 Kilometer langen Kurs im englischen Northamptonshire eine Rundenzeit von 2:09,594, die der 18. Platz bedeutete. Dem restlichen Wochenende, für das trockene Bedingungen vorhergesagt wurden, blickt Sandro zuversichtlich entgegen. "Das Training war sehr gut und besser als ich es mir erhofft hatte", sagt Cortese. "Der Arm fühlt sich Tag für Tag besser an. Das Motorrad läuft gut und auch sonst passt alles. Die Schmerzen sind soweit erträglich, daher bin ich sehr zuversichtlich, dass es ein gutes Rennwochenende werden kann."

"Heute Morgen ist es Sandro noch relativ schwer gefallen. Wir haben mit dem Motorrad alles möglich versucht, um es ihm so leicht wie möglich zu machen. Dennoch hatte er große Probleme", sagt Jürgen Lingg. Teamchef und Technischer Leiter des Teams. "Die Schmerzen hat er weggesteckt. Aber er hatte das Problem, dass der kleine Finger seiner rechten Hand und der Finger daneben nicht richtig funktioniert haben. Normalerweise bremst er mit allen vier Fingern, daher war es eine massive Umstellung für ihn. Das war eigentlich das Hauptproblem im ersten Training."

"Heute Nachmittag hatte er dann schon einen ganz guten Speed und wir konnten beginnen, einige Dinge am Motorrad auszuprobieren. Morgen werden wir ein anderes Federbein und ein anderes Gabel-Setting versuchen. Wir werden morgen früh ganz wenig fahren, damit er sich für das Qualifying schonen kann", sagt Lingg. "Er kann nur einmal am Tag eine Spritze bekommen. Daher wird er morgen Vormittag, wie heute schon, oh ne Schmerzmittel fahren.?

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