Mika Kallio verbesserte seine Chancen auf eine Vertragsverlängerung bei Marc VDS © Andy Glänzel

Marc-VDS-Pilot erkämpft sich vor Takaaki Nakagami und Tom Lüthi den Sieg in Brünn - Sandro Cortese und Marcel Schrötter stürzen

Den MotoGP-Fans beim Tschechien-Grand-Prix wurde ein spannendes Moto2-Rennen geboten. Am Ende setzte sich Marc-VDS-Pilot Mika Kallio (Kalex) durch. Der Finne führte das Rennen lange an und holte sich erstmals seit 2008 einen Grand-Prix-Sieg. Das Podium komplettierten Takaaki Nakagami (Kalex) und Tom Lüthi (Suter). Beide führten das Rennen stellenweise an, konnten Kallio am Ende aber nicht den Sieg entreißen.

Nakagami führte das Feld nach dem Start an. Der Japaner konnte seine Pole-Position perfekt nutzen. Pol Espargaro (Kalex) war erster Verfolger. Dominique Aegerter (Suter) lieferte erneut einen perfekten Start ab und stürmte aus der vierten Startreihe auf Position drei. Kallio war nach dem Start Vierter vor Esteve Rabat (Kalex), Nico Terol (Suter) und Sandro Cortese (Kalex). Cortese verlor beim Start einige Positionen und wurde später von den Piloten mit mehr Erfahrung kassiert.

Kalex-Pilot Julian Simon stürzte bereits beim Start. Der Italtrans-Pilot, der bereits im Warmup im Kies landete, konnte das Rennen fortsetzen, musste aber später aufgeben, weil die Kalex zu stark beschädigt war. Nach wenigen Runden setzte sich Kallio an die Spitze. Aegerter konnte das Tempo der Spitzengruppe nicht mehr mitgehen und fiel wie Cortese etwas zurück.

WM-Leader Scott Redding (Kalex), der in den Trainings Probleme hatte und aus der fünften Reihe starten musste, arbeitete sich kontinuierlich durchs Feld. Der Brite lief nach einigen Runden auf WM-Konkurrent Espargaro auf und ging sogar vorbei. Doch Espargaro ließ sich das nicht gefallen und schlug zurück. Beide berührten sich. Am Ende setzte sich Espargaro durch.

An der Spitze wechselte die Führung zwischen Lüthi und Kallio. Am Ende behielt der Finne die Oberhand. "Es ist unglaublich. Der letzte Sieg war 2008 bei den 250ern", blickt der Marc-VDS-Pilot zurück, der momentan um seinen Platz im Team kämpft. "Ich muss meinem Team danken. Wir waren an diesem Wochenende vom ersten Training an konstant. ich hatte viel Zuversicht. Die letzte Runde war etwas Besonderes."

Nakagami setzte sich in der letzten Runde gegen Lüthi durch. Dennoch war der Japaner nicht komplett zufrieden: "Gestern hatte ich ein gutes Gefühl. Doch heute waren die Bedingungen komplett anders", vergleicht er. "Deshalb war es im Rennen schwierig. Ich sparte Reifen für das Ende des Rennens, doch mir fehlte die Leistung, um an Kallio vorbeizugehen. Ich bin ein bisschen enttäuscht."

Paddock-Pilot Lüthi hingegen freute sich über Platz drei. "Ich bin zufrieden. Von Starplatz acht aus war es ein gutes Rennen. Ich hätte aber gewinnen können. Ich war stärker auf der Bremse und wollte entkommen. Doch das war nicht möglich. Mika war in der letzten Schikane schneller und auch Taka war dort schnell. ich wollte es in der letzten Runde probieren, doch es war nicht möglich", bemerkt der Schweizer.

Pech hatte Marcel Schrötter (Kalex). Der Deutsche wurde unverschuldet in einen Unfall verwickelt. Ex-Weltmeister Mike di Meglio stürzte in Kurve drei. Schrötter konnte nicht mehr ausweichen. Auch Alberto Moncayo (Speed Up) war am Unfall beteiligt und schied aus. Wenig später war auch Corteses Rennen vorbei. Zwei Runden vor Rennende stürzte der amtierende Moto3-Weltmeister und vergab damit die Chance auf Punkte.

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