Marcel Schrötter wechselte im vergangenen Jahr von der Moto3 in die Moto2 © imago

Der Moto2-Pilot relativiert seine Kritik aus Indianapolis am deutschen Kollegen und kündigt ein Gespräch mit ihm an.

Von Tobias Wiltschek

München - Seine Äußerungen nach dem Rennen in Indianapolis hatten hohe Wellen geschlagen.

"Es gibt Leute, die überholen so blödsinnig. Auch mein deutscher Kollege", schimpfte Moto2-Pilot Marcel Schrötter nach seinem enttäuschenden 15. Platz auf Sandro Cortese (News).

Vor dem nächsten WM-Lauf am kommenden Wochenende im tschechischen Brünn (Training Fr., ab 9 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) relativiert Schrötter bei SPORT1 nun seine Aussagen.

Viel Frust nach dem Rennen

"Nach dem Rennen war bei mir viel Frust dabei. Sandro hat mich überholt, das war ziemlich eng", sagt der Kalex-Fahrer.

Er empfinde die Aktion aber nicht als überhart, so Schrötter: "Es war halt nur an einer Stelle, die sehr kritisch ist, weil man dort wenig Grip hat. Es war aber nicht so, dass Sandro da extremen Mist gebaut hätte."

Auf einen anderen Rivalen ist Schrötter allerdings immer noch sauer. "Das Hauptproblem lag darin, dass ich schon zwei Runden zuvor von Simone Corsi gerempelt wurde. Deshalb musste sich über die Wiese fahren und habe einige Sekunden verloren", ärgert sich der 20-Jährige über den Italiener.

"Von meiner Seite keine Probleme"

Die Streitigkeiten mit Cortese, der sich in Indianapolis keiner Schuld bewusst war, will er beilegen. "Wenn wir uns in Brünn sehen, werden wir bestimmt noch einmal darüber reden. Von meiner Seite sollte es da keine Probleme geben", sagt Schrötter.

In Tschechien hofft er dennoch, von Scharmützeln auf der Strecke verschont zu bleiben: "Ich möchte meine guten Trainingsleistungen auch im Rennen umsetzten. Wir haben einen guten Speed und sind mittlerweile ziemlich nah dran.

Sein Ziel ist es, "unter die Top Ten zu fahren". Am Kurs sollte es nicht scheitern: "Das ist eine Strecke, die mir gut gefällt. Die kenne ich sehr gut. Es werden auch viele deutsche Fans da sein, die uns hoffentlich auch kräftig anfeuern werden."

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