Marcel Schrötter hatte einen grandiosen Start in die zweite Saisonhälfte © FGlaenzel

Kalex-Pilot Marcel Schrötter mischt beim Trainingsauftakt in Indy an der Spitze mit und beendet den ersten Tag in Indiana als Fünftschnellster

Dem Kalex-Pilot des spanischen SAG-Rennstalles gelang am Freitag ein Auftakt nach Maß beim Indianapolis-Grand-Prix, der gleichzeitig der Start in die zweite Saisonhälfte ist. Bei noch kühlen und bewölkten Bedingungen fand Schrötter am Vormittag von der ersten Trainingsminute an ein gutes Gefühl für die nicht einfachen Verhältnisse auf der 4.216 Meter langen Rennstrecke, die wegen seiner aus Ziegelsteinen gepflasterten Ziellinie auch Brickyard genannt wird.

Lediglich eine Änderung an der Abstimmung verursachte einen leichten Rückschlag, doch der 20-jährige Oberbayer beendete das erste Freie Training immerhin noch mit der zwölftschnellsten Rundenzeit. Nach dem Umbau seiner Kalex-Moto2 bis zum Beginn der Nachmittagssession fand Schrötter schnell wieder zu seiner Form und nach einem Boxenstopp, bei dem neue Reifen montiert wurden, stürmte er an die Spitze des Klassements, bevor er schließlich in der kombinierten Zeitenliste auf Rang fünf landete.

"Im Großen und Ganzen war der heutige Tag ein gelungener Auftakt nach den langen Pause", bilanziert Schrötter. "Schon am Vormittag lief es vielversprechend, bis wir mit einer Änderung am Motorrad etwas in die falsche Richtung gingen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren aber immer gut dabei. Bis zum zweiten Training haben wir das Motorrad wieder umgebaut und sind mit weiteren Änderungen in eine andere Richtung gegangen. Von Beginn an in dieser Session hat alles wunderbar funktioniert."

"Obwohl wir mit gebrauchten Reifen in das Training gestartet sind, waren die Rundenzeiten trotzdem immer für den Bereich um Rang zehn bis zwölf gut genug. Jedoch nach dem Boxenstopp ging dann mit frischen Reifen die Post so richtig ab. Mir war von vornherein klar, dass ein neuer Reifen hier auf dieser Piste enorm viel bringen kann und mir gelang es diesen hundertprozentig zu nutzen, denn nach nur drei, vier Runden fühlt sich der Reifen hier schon sehr gebraucht an", erklärt der Deutsche.

"Jedenfalls war ich in dieser Phase des Trainings für ein paar Momente im Besitz der Bestzeit, was natürlich für das Selbstverstrauen unbeschreiblich gut ist", freut sich Schrötter. "Es war ein supertolles Gefühl das Ergebnis unserer harten Arbeit zu sehen, selbst wenn wir diese Platzierung bis zum Schluss nicht halten konnten. Trotzdem kam dieser Sprung ganz nach vorne ein wenig überraschend für mich, weil es nicht die einfachste Sache der Welt ist, in der Moto2 ganz oben am Monitor zu stehen."

"Am Ende des Tages waren wir schließlich fünftschnellste, was natürlich ein super Ergebnis ist, selbst wenn es etwas schade ist, dass wir die Bestzeit nicht halten konnten. Corsi hat zum Schluss noch eine wirklich starke Zeit hingeknallt, aber auf Rang zwei fehlen uns gerade mal zwei Zehntelsekunden. Ich denke wir können zufrieden sein und dem Qualifying gelassen entgegenblicken, zumal wir eine sehr gute Basis erarbeitet haben", so der Kalex-Pilot.

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