Kalex-Pilot Marcel Schrötter zog in der Sommerpause nach Spanien © FGlaenzel

Obwohl das SAG-Team in der Sommerpause den Hauptsponsor verlor, geht Marcel Schrötter optimistisch in die zweite Saisonhälfte

Nach der vierwöchigen Sommerpause geht es in der Moto2-Weltmeisterschaft an diesem Wochenende mit dem neunten Saisonrennen auf dem weltberühmten Indianapolis Motor Speedway weiter. Marcel Schrötter, der in der ersten Saisonhälfte dank mehrerer hervorragender Trainingsleistungen und Rennergebnissen für Aufsehen gesorgt hatte, geht bestens vorbereitet und topfit in die zweite Saisonhälfte, nachdem er sich während der vergangenen Wochen in seiner neuen zweiten Heimat im Norden Kataloniens gut eingelebt hat.

Der zielstrebige Racer aus dem oberbayrischen Pflugdorf findet dort optimale Trainingsgelegenheiten vor, die gleich nach dem Umzug in allen Formen umfangreich genutzt wurden. Schrötter kennt zwar die Piste im US-Bundesstaat Indiana mit einer Moto2 aus dem Vorjahr, trotzdem wartet wegen des untypischen Charakters dieses Grand-Prix-Kurses kein einfach zu meisterndes Wochenende auf ihn. Der Abgang von Sponsor Desguaces La Torre von seinem Team SAG vor ein paar Wochen hat keine Auswirkungen auf den Rennbetrieb für die restliche Saison.

Mit mehr als 250.000 Sitzplätzen auf den Tribünen des Indianapolis Motor Speedway, der wegen seiner markanten Ziellinie aus einer ein Meter breiten Ziegelstein-Einlage auch gerne Brickyard genannt wird, ist die größte permanente Sportanlage der Welt. Der 4.216 Meter lange Grand-Prix-Kurs im Infield des weltberühmten Ovals ist bei den Piloten nicht unbedingt beliebt. Obwohl die Fahrbahn vor nahezu drei Jahren umfangreich neu asphaltiert wurde, ist diese nach wie vor sehr holprig und zudem gibt es quasi von Kurve zu Kurve einen unterschiedlichen Asphalt-Belag. Dies hat zur Folge, dass der Grip-Level praktisch unberechenbar ist.

"Ich freue mich, dass die zweite Saisonhälfte nun beginnt und natürlich auch auf das erste Rennen der zweiten Halbzeit in Indianapolis", bemerkt Schrötter. "Die Sommerpause hat gut getan und ist aus vielerlei Hinsicht sehr abwechslungsreich verlaufen. Erstens wegen dem Umzug nach Spanien, wo ich mich in der neuen Umgebung schnell eingelebt habe, und auf der anderen Seite wegen dem abwechslungsreichen Trainingsplan."

"In den vergangenen drei Wochen habe ich viel trainiert - von Fahrtrainings mit allen möglichen Arten von Motorrädern, Radfahren und Mountain-Biken, bis hin einigen Einheiten in einer Kletterhalle. Der Umfang war aber so gut dosiert, sodass ich mich längstens nicht ausgelaugt fühle, sondern umso besser vorbereitet die zweite Saisonhälfte in Angriff nehmen kann. Im vergangenen Jahr konnte ich bereits mit einer Moto2-Rennmaschine in Indianapolis Erfahrungen sammeln konnte, trotzdem wird es auch dieses Mal wieder ein schwieriges Wochenende", prognostiziert der Deutsche.

"Der GP-Kurs auf dem atemberaubenden Indianapolis Motor Speedway unterscheidet sich vom Charakter grundsätzlich zu allen anderen des WM-Kalenders", stellt er klar. "In erster Linie wegen der unterschiedlichen Asphalt-Beschaffenheit im Verlauf einer Runde. Nichtsdestotrotz werden wir alles versuchen, um am Sonntag endlich wieder ein Top-10-Ergebnis zu schaffen. Wir haben auch ein paar hilfreiche Informationen bekommen, die, wenn wir diese umsetzen können, einen gewaltigen Sprung bewirken können. Ich bin jedenfalls zu allem bereit und ich freue mich auf Indy."

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