Wer wird Tom Lüthi im Paddock-Team auf der Suter-Honda vertreten? © Motorsport-Total.com

Das Paddock-Team sucht einen Ersatzfahrer für den verletzten Tom Lüthi - Die Aufgabe gestaltet sich für das Management nicht einfach

Der Saisonauftakt in Katar wird Anfang April ohne Tom Lüthi über die Bühne gehen. Der Schweizer zog sich am 14. Februar bei Tests in Valencia Brüche der rechten Schulter und im rechten Arm zu. Mittlerweile ist er in Bern operiert worden. Die Genesungszeit soll zwischen acht bis zwölf Wochen dauern, wodurch Lüthi aller Wahrscheinlichkeit neben Katar auch das zweite Saisonrennen auf dem neuen Kurs in Austin verpassen wird. Sein Paddock-Team sucht derzeit fieberhaft nach einem Ersatzfahrer, bis Lüthi wieder fit ist und auf die Suter-Honda zurückkehren kann.

Ein Ersatzfahrer wäre nicht zwingend nötig, doch für das Team gibt es mehrere wichtige Hintergründe, die dafür sprechen. "Das hat damit zu tun, dass wir unseren Status gesichert haben, damit wir eine Box bekommen", erklärt Teammanager Terrell Thien im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Wir müssen nicht antreten, solange wir einen Fahrer unter Vertrag haben, der eine Verletzung hat. Diese Verletzung muss auch von IRTA und Dorna anerkannt sein. Solange müssen wir keinen Ersatzfahrer bringen."

"Es hat aber viele andere Hintergründe. Uns ist nicht wichtig, dass jemand zu uns kommt und dafür zahlt. Das bringt uns nichts. Wir brauchen jemanden, der für das Team Punkte einfährt, der das Motorrad testet und es auch für die Firma Suter auf einem hohen Niveau umsetzen kann. Im Moment sieht es schwierig aus, jemanden zu finden, der das alles kann. Alle guten Fahrer sind unter Vertrag", erläutert Thien sein Dilemma.

"Momentan suche ich nach möglichen Ersatzfahrern, die es schaffen könnten in die Punkte zu fahren. Das ist momentan nicht einfach. Wir haben uns noch nicht auf eine kleine Gruppe begrenzt, sondern wir sehen noch alles durch." Einen bestimmten Pass muss der Ersatzfahrer nicht haben. "Jeden der das machen könnte, was wir verlangen, ziehen wir in Betracht. Das können Ex-Fahrer sein, junge Fahrer sein. Wichtig ist, dass wir jemanden finden, der uns Punkte bringt."

Die erwiesenermaßen starken Fahrer sind alle unter Vertrag. Außerdem hat die Superbike-WM mit ihren Rahmenserien an diesem Wochenende in Australien begonnen. Die Suche gestaltet sich für das Paddock-Team deshalb äußerst schwierig. "Das Problem ist wirklich, in der Klasse jemanden zu finden, der auf diesem Niveau fahren kann. Wir haben es schon mit Superbikern oder Supersportlern gesehen, dass es ein ganz seltsames Niveau ist. Man braucht viele Tage, um sich mit dem Moto2-Motorrad zurechtzufinden."

Thien ist sich aber sicher, dass er bis zum nächsten IRTA-Test Mitte März eine Lösung finden wird. "Wir haben sicherlich bis zum Jerez-Test einen Fahrer, der dort fährt. Wenn er das erfolgreich abschließt, dann wird er auch die ersten beiden Rennen fahren, sollte Tom nicht in dieser Zeit zurückkommen. Wenn wir einen schnellen Fahrer finden, dann hat er in Katar vielleicht einen kleinen Nachteil, falls er dort noch nicht gefahren ist."

"Aber in Texas ist er absolut gleichwertig. Es ist eine brandneue Strecke, die für alle gleich ist. Wir sind ein Topteam mit Topmaterial. Dort rechnen wir uns eigentlich am meisten aus." Abschließend streicht Thien noch hervor, dass das Team hinter Lüthi steht und der Schweizer die klare Nummer eins ist: "Sobald Tom als fit attestiert wird, ist er wieder auf dem Motorrad."

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