Der Traum vom Moto2-WM-Titel ist wohl schon vor dem Saisonstart ausgeträumt © Paddock GP Racing

Moto2-Star Tom Lüthi muss die ersten beiden Rennen der anstehenden Saison auslassen - Ersatzfahrer noch nicht gefunden

Nach der letzten Untersuchung der Ärzte steht fest, dass Suter-Pilot Tom Lüthi beim Saisonauftakt und vermutlich auch beim zweiten Rennen aussetzen wird. Vergangene Woche stürzte der Schweizer am finalen Testtag in Valencia und verletzte sich seine Schulter und seinen Arm. Lüthi wurde noch am Tag des Unfalls in die Schweiz geflogen, um direkt operiert zu werden. Zwischen fünf und sechs Stunden soll der Eingriff gedauert haben.

Es wurden mehrfache und komplizierte Frakturen im rechten Arm, dem Ellbogen und der Schulter diagnostiziert. Lüthi wurden Platten und Schrauben eingesetzt. Dr. Marc Mettler, der verantwortliche Arzt, verspricht, dass der ehemalige 125er-Weltmeister wieder vollkommen fit wird, bis dahin aber acht bis zwölf Wochen vergehen. Damit steht fest, dass sowohl Katar (7. April) als auch Austin (21. April) vermutlich ohne den Paddock-Piloten stattfinden werden.

"Natürlich ist die Verletzung eine große Enttäuschung für mich. Ich bin bei meinem Vertrauensarzt Dr. Marc Mettler aber in sehr guten Händen und deshalb optimistisch, dass ich schon bald mit der Reha anfangen und mich aufs Comeback vorbereiten kann", bemerkt Lüthi. "Die große Anteilnahme hat mich sehr gefreut und motiviert mich auf meinem Weg zurück noch mehr!?"

Daniel M. Epp, der Teambesitzer, bedauert die alles andere als optimale Saisonvorbereitung ebenfalls. "Toms Genesung hat absolute Priorität, seine Rennpause spielt eine untergeordnete Rolle. Gleichzeitig müssen wir uns leider auf die Tatsache einstellen, dass er den Saisonauftakt verpassen wird und suchen deshalb eine flexible Ersatzfahrerlösung für den dritten und letzten offiziellen IRTA-Test Ende März in Jerez und voraussichtlich auch für die ersten beiden Überseerennen in Qatar und Austin."

"Ein geeigneter Ersatzfahrer ermöglicht es, unser Testprogramm fortzusetzen und die Abläufe im Team zu trainieren, so dass auch die Technikercrew zu 100 Prozent fit ist, wenn Tom zurückkehrt", bemerkt Epp, der noch keine Namen nennt. Gute Chancen dürfte Gino Rea haben, der 2013 kein Team finden konnte, obwohl er in der vergangenen Saison auf dem Podium stand.

Weiterlesen