Mehr als Startplatz 24 war heute für Marcel Schrötter nicht drin © Team SAG

Die neue Hinterradschwinge der Bimota bringt Marcel Schrötter noch nicht entscheidend voran: Das Moto2-Rennen nimmt er aus der achten Startreihe auf

Auch mit einer neuen Hinterradschwinge kommt Marcel Schrötter beim Saisonfinale der Moto2 in Valencia kaum besser in Schwung. Der Bimota-Pilot qualifiziert sich lediglich für den 24. Startplatz, jedoch gelang es ihm, den Rückstand auf die Top-Piloten beträchtlich zu verringern. Bei wesentlich besseren Witterungsbedingungen als tags zuvor nutzen Schrötter und seine Crew des spanischen Moto2-Rennstalls SAG schon das abschließende freie Training am Samstagvormittag zum Test einer neuen Hinterradschwinge an der Bimota, die viele verschiedene Abstimmungsvarianten ermöglicht.

Für den 19-Jährigen aus dem oberbayrischen Pflugdorf war es jedoch unmöglich, auf Anhieb damit schnellere Rundenzeiten zu fahren. Noch dazu, wo es dem Klassenneuling, der erst im vergangenen Sommer in die Moto2 wechselte, an Erfahrung in der am härtesten umkämpften Kategorie im Grand-Prix-Rennsport fehlt. Angesichts dieser gravierenden Änderung an seinem Motorrad ist Schrötter mit seiner Startposition für das sonntägige Rennen einigermaßen zufrieden, obwohl ihm im Vergleich zu den vergangenen Rennen keine Steigerung gelungen ist.

"Bei den gestrigen regnerischen Verhältnissen sind wir gut in den letzten Grand Prix gestartet", sagt Schrötter. "Im Nassen konnte ich endlich wieder mein Gefühl für diese Bedingungen entwickeln, nachdem wir vor drei Wochen in Malaysia im Regen überhaupt nicht zurechtkamen. Und auch im trockenen zweiten Training am Freitagnachmittag war unser Ergebnis hinsichtlich des Rückstandes auf die Spitze sehr ansprechend."

"Heute haben wir eine neue Hinterradschwinge ausprobiert. Diese ermöglicht mehrere Optionen, das Motorrad abzustimmen. Offensichtlich ist es schwierig, mit einem dermaßen wichtigen Teil am Motorrad auf Anhieb schnellere Rundenzeiten zu fahren", so Schrötter, der dem Renntag mit gemischten Gefühlen entgegenblick, da es laut lokaler Wetterstationen ein Regenrennen geben soll. In diesem Fall will er auf das bewährte Material zurückgreifen und hofft in jeden Fall sein bestes Saisonergebnis erreichen zu können.

"Trotzdem denke ich, dass unsere Race-Pace konkurrenzfähig ist, denn wir sind näher an der Spitze, was sicher der positive Aspekt nach dem heutigen Tag ist. Falls wir am Sonntag ein Regenrennen haben, werde ich bestimmt die bewährte Schwinge verwenden. Es wäre einfach zu riskant, ohne Erfahrungen bei derartigen Bedingungen damit das Rennen zu fahren", meint der Deutsche. "Hoffentlich gelingt es mir dennoch, beim letzten Saisonrennen mein bestes Resultat in diesem Jahr zu erzielen."

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