Randy Krummenacher beklagt fehlenden Grip am Vorderrad © GP Team Switzerland

Randy Krummenacher ist mit seinem Qualifying in Valencia recht zufrieden, steht aber dennoch nur auf Startposition 18 - In den Kurven mangelt es an Speed

Beim allerletzten Auftritt des Team Switzerland wird Randy Krummenacher am Sonntag in Valencia von 18. Startplatz ins Rennen gehen. Dem Schweizer Moto2-Rennstall und seinem 22-jährigen Kalex-Piloten gelang es am Samstag nicht ganz, den starken Auftakt in das Saisonfinale von tags zuvor auch während des Qualifyings fortzusetzen. Nach heftigen Regenschauern während der Nachtstunden kam es zu einem Wetterumschwung, der für den Samstagnachmittag beste Bedingungen für das Qualifikationstraining garantierte.

Das 45-minütige Zeittraining für die Startaufstellung war somit die erste trockene Session an diesem Wochenende, was jedoch hinsichtlich einer vollkommen anderen Abstimmung der Rennmaschine kein Problem darstellte. Krummenacher und seine Crew schafften es nicht, der Kalex-Moto2 das letzte Fein-Tuning zu verpassen, um in den Kurven mit maximalem Speed die Linie halten zu können.

Der Schweizer verlor im Verlauf der 4.005 Meter langen Runde auf dem winkeligen Circuit rcardo Tormo konstant Zeit. Mit letztem Einsatz fuhr Krummenacher schließlich die 19.-schnellste Rundenzeit. Trotzdem blickt das Team dem Renntag zuversichtlich entgegen, weil man auf dem neuen Asphalt-Belag, der zwar unbeschreiblich viel Grip bietet, aber andererseits sehr reifenmordend ist, hinsichtlich Reifenverschleiß Fortschritte erzielen konnte.

Zuversicht fürs Rennen

"Abgesehen von unserem Startplatz ist der heutige Tag bestimmt nicht so schlecht verlaufen", sagt Krummenacher. "Die Position entspricht natürlich nicht dem, was ich mir eigentlich vorgenommen habe. Der Wetterumschwung, der perfekte Bedingungen brachte, war nicht das Problem, sondern es fehlte einfach der letzte Feinschliff. Ich verliere in jeder Kurve Zeit, weil ich in der Kurvenmitte meinen Speed nicht halten kann, ohne dabei eine weite Linie zu fahren."

"Man sieht es deutlich anhand der Sektor-Zeiten, wo keine Ausreißer zu erkennen sind. Die Datenaufzeichnungen zeigen auch, dass ich versuche, das Problem fahrerisch zu umgehen und es einfach nicht möglich ist, ans Limit zu gehen. Von dem her gesehen haben wir noch etwas Arbeit vor uns, aber ich bin zuversichtlich, dass wir bis zum Start morgen Mittag eine Lösung finden werden. Außerdem blicke ich dem Rennen positiv entgegen, weil es mit 27 Runden sehr lang wird und wir heute viel an der Abstimmung für die Heckpartie gearbeitet haben."

"Wir haben bezüglich des Reifenverschleißes einen ziemlich großen Schritt gemacht. Ich bin mir sicher, dass wir diesbezüglich Vorteile gegenüber der Konkurrenz haben werden und dass wir uns mit konstanten Rundenzeiten nach vorne kämpfen können. Die Top 10 im Qualifying fuhren bis auf ganz wenige Ausnahmen konstant 1:36er Rundenzeiten. So wie wir eben auch. So gesehen kann ich mich in aller Ruhe auf das letzte Rennen für mein jetziges Team konzentrieren. Ich will diese Saison unbedingt mit einem starken Rennen und einem schönen Ergebnis beenden, was gleichzeitig ein Dankeschön an meine Crew und alle Sponsoren sein soll", so Krummenacher.

Knappe Zeitabstände im Qualifying

"Endlich hatten wir an diesen Nachmittag in Valencia perfekte Bedingungen", sagt Teamchef Marco Rodrigo. "Das Qualifying ist aus unserer Sicht gut verlaufen, die Platzierung ist hingegen nicht gut. Obwohl die Rückstände sehr knapp sind, hätten wir uns selbstverständlich etwas mehr erhofft, was in erster Linie eine Verbesserung der Rundenzeit betrifft. Mit zwei Sekunden Rückstand würden wir als 27. ins Rennen gehen. Das zeigt, wie eng es in dieser Klasse zugeht und man dann mit 1,4 Sekunden eben nicht weiter vorne als auf Rang 18 steht."

"Nichtsdestotrotz wollen wir morgen das Beste daraus machen", so Rodrigo. "Wir hoffen auf einen Raketenstart von Randy und dass er dann ein gutes Rennen fährt, das gleichzeitig auch das letzte für uns als Team sein wird. Wir freuen uns dennoch auf den Renntag beim Saisonfinale, und wir alle wünschen Randy nur das Allerbeste. Zuletzt bleibt noch die Hoffnung, dass das Wetter so herrlich sein wird wie heute Nachmittag. Aber leider sagen die Vorhersagen etwas anderes."

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