Der Franzose Johann Zarco setzte sich an die Spitze der Zeitenliste © JiR

Moto2-Rookie Johann Zarco markiert im verregneten zweiten Training in Aragon die Bestzeit und rutscht dann aus - Tom Lüthi Dritter

Die Fahrer der Moto2-Klasse kamen am Freitagnachmittag wie die beiden anderen Klassen zuvor in den Genuss eines Regentrainings. Die Aragon-Strecke stand unter Wasser und es wurden 15 Grad Lufttemperatur gemessen. Die Piloten der mittleren Kategorie übten fleißig, aber es gab auch den einen oder anderen Ausrutscher. So erwischte es unter anderem auch WM-Spitzenreiter Marc Marquez in den Schlussminuten. Der Spanier stürzte von seiner Suter und lag im Kiesbett. Er konnte aber unverletzt an die Box zurückkehren. An die Spitze der Zeitenliste setzte sich Rookie Johann Zarco in 2:07.844 Minuten.

Obwohl der Franzose schnell unterwegs war, endete auch für ihn das Training unglücklich, denn er flog mit seiner MotoBI ins Kiesbett. Das Training war für Zarco vorzeitig beendet, aber niemand konnte seine Zeit noch schlagen. Auch Alex de Angelis ging es nicht viel besser. Zunächst meldete sich der Routinier mit der zweitbesten Zeit (+0,290 Sekunden), aber auch er beendete das Training nach einem Sturz im Dreck. Schnellster Schweizer war wieder einmal Tom Lüthi (Suter). In den ersten Minuten kam es auf der Strecke außerdem zu einem engen Überholmanöver mit Marquez.

Lüthi spulte insgesamt 16 Runden ab. Seine schnellste Zeit stellte der aktuelle WM-Vierte schon in seinem fünften Umlauf auf. Damit reihte er sich mit einem Rückstand von 0,346 Sekunden auf dem dritten Platz ein. Im Gegensatz zu vielen seiner Konkurrenten lieb Lüthi auf seiner Suter sitzen. Zu den weiteren Sturzopfern zählten Mika Kallio (Kalex) und Eric Granado (MotoBI).

Seine gute Leistung vom Vormittag setzte Gino Rea (Suter) mit der viertbesten Zeit fort. Bester Kalex-Vertreter war Claudio Corti als Fünfter. Seine Zeit vom Vormittag konnte Andrea Iannone (Speed Up) nicht verbessern und der Italiener rutschte an die sechste Stelle ab. Julian Simon (Suter), Xavier Simeon, der sogar zweimal von seiner Tech 3 abstieg, Anthony West (Speed Up) und Marcel Schrötter (Bimota) komplettierten die Top 10. Schrötter schien kurz vor Ablauf der Zeit sogar noch weiter vorne auf, aber seine Zeit wurde gestrichen, da er abgekürzt hatte.

Dennoch hatte der Freitag gezeigt, dass der Deutsche im Regen konkurrenzfähig ist. Auch Aleix Espargaro (Kalex) wurden aus dem gleichen Grund Rundenzeiten gestrichen. Am Ende reihte sich der Pons-Pilot auf dem elften Platz ein. Marquez beendete den Tag als 13. Die weiteren Schweizer lagen im zweiten Teil des Feldes. Dominique Aegerter (Suter) klassierte sich als 21. und Krummenacher-Ersatz Jesko Raffin (Kalex) als 29.

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