Andrea Iannone trotzte dem Regen und stellte die Bestzeit auf © Speed Master

Im verregneten ersten Freien Training markiert Andrea Iannone die Bestzeit in der Moto2-Klasse - Tom Lüthi mischt auch in Aragon als Dritter vorne mit

Das Wetter schlug am Freitagvormittag im Motorland Aragon seine Kapriolen. Auch das erste Freie Training der Moto2 wurde davon nicht verschont. Sah es zu Beginn der 45 Minuten noch danach aus, dass der Asphalt abtrocknen würde, so fing es nach einigen Minuten wieder leicht zu regnen an. Regenreifen waren die klare Wahl. Da es immer stärker regnete, waren die Trainingsbedingungen im Nassen ideal. Trotz viel Wasser auf der Strecke wurden die schnellsten Zeiten in den letzten Minuten gefahren. Am Ende hatte Andrea Iannone (Speed Up) in 2:07.981 Minuten die Nase vorne.

Pol Espargaro wurde mit seiner Kalex zwar um eine Sekunde schneller gestoppt, aber dem Spanier wurde die Zeit gestrichen, weil er die Strecke abgekürzt hatte. Seine zweitbeste Zeit reichte lediglich zu Rang 17. In der Spitzengruppe war auch der Brite Gino Rea (Suter) zu finden. Abgesehen von Trainingshighlights konnte der Gresini-Pilot noch kein starkes Rennergebnis in seiner Debüt-Saison erobern. Wenige Augenblicke vor Ablauf der Zeit meldete sich Tom Lüthi mit der Bestzeit, aber er wurde schließlich noch auf den dritten Platz verdrängt.

Am Ende fehlten dem Suter-Piloten 0,770 Sekunden auf Iannone. WM-Spitzenreiter Marc Marquez (Suter) reihte sich dagegen an der siebten Stelle ein. Vor heimischer Kulisse - auch trotz Regen hatten sich einige Spanier auf den Tribünen eingefunden - fuhr der WM-Favorit gewohnt aggressiv und fing wie gewohnt einige Rutscher ab. Unter dem Strich fehlten Marquez 1,3 Sekunden auf Iannone. Auf den Plätzen vier bis sechs waren Alex de Angelis (FTR), Johann Zarco (MotoBI) und Julian Simon (Suter) zu finden.

Die Top 10 komplettierten Xavier Simeon (Tech 3), Regenspezialist Anthony West (Speed Up) und Claudio Corti (Kalex). Bradley Smith (Tech 3), der im kommenden Jahr in der MotoGP an den Start gehen wird, landete mit einem Rückstand von zwei Sekunden auf Platz 13. Die weiteren beiden Schweizer im Feld waren weit hinten zu finden. Im Regen ist Dominique Aegerter (Suter) noch nicht konkurrenzfähig, wie die diesjährige Saison gezeigt hat. Diesmal fehlten fünf Sekunden, womit er auf Platz 24 kam.

Schrötter fährt Saison mit SAG zu Ende

Rookie Jesko Raffin, der den verletzten Randy Krummenacher im Switzerland-Team vertritt, drehte 17 Runden und wurde 29. Deutlich besser lief es für Moto2-Rookie Marcel Schrötter. Der einzige Deutsche im Feld klassierte sich als 14. (2,1 Sekunden). Im Vorfeld blickte Schrötter mit großen Erwartungen auf dieses Wochenende: "Ich freue mich aus doppeltem Grund auf Aragon. Erstens kann ich es kaum erwarten auf diesem anspruchsvollen und schönen Circuit mit meiner Moto2-Bimota zu fahren und auf der anderen Seite ist es jetzt endgültig fix, dass ich die Saison mit meinem Team SAG zu Ende fahren kann."

"Trotz der Vorfreude blicke ich diesem Wochenende mit gemischten Gefühlen entgegen. Laut Wettervorhersagen soll es regnen, was für uns bestimmt von Vorteil wäre, mit starken Ergebnissen unser Potenzial zu zeigen, aber auf der anderen Seite brauchen wir ganz dringend noch viele Trainingskilometer bei trockenen Verhältnissen. Im Trockenen sind wir noch nicht konkurrenzfähig, da unser Paket quasi noch in den Kinderschuhen steckt."

"Mit jedem Rennwochenende sammle ich Erfahrungen in meiner neuen Umgebung, jedoch in drei Grand Prix kann man nicht das Pensum aufholen, das die Konkurrenz während der Wintertests und nicht zu vergessen auch während der ersten Saisonhälfte gemacht hat. Nichtsdestotrotz bin ich bis in die Fingerspitzen motiviert, dieses Projekt voranzutreiben. Egal bei welchen Bedingungen, ich bin heiß darauf mit der Moto2 in Aragon zu fahren."

Weiterlesen