Marc Marquez und Pol Espargaro kämpften verbissen um den Sieg © Repsol

Mark Marquez und Pol Espargaro berichten über ihren packenden Zweikampf, Andrea Ianone über die misslungene Getriebeabstimmung

Auch in Misano war Marc Marquez (Suter) nicht zu schlagen. Beim Großen Preis von San Marino feierte der Spanier seinen dritten Sieg in Folge. Nach dem siebten Saisonsieg ist der 18-Jährige auf dem Weg zum WM-Titel in der Moto2 kaum noch aufzuhalten. Fünf Rennen vor Saisonende beträgt sein Vorsprung auf Pol Espargaro (Kalex) 53 Punkte - das sind mehr als zwei Grand-Prix-Siege. Doch den Sieg in Misano musste sich Marquez hart erkämpfen.

"Es war ein schwieriges Rennen", sagt der Spanier. "Ich habe mich zunächst gut gefühlt und konnte Ianone folgen, aber dann bin ich in der letzten Kurve fast gestürzt. Dadurch konnten Pol und Tito (Esteve Rabat, Anm. d. Red.) mich überholen." Anschließend geriet Marquez ein wenig aus dem Tritt. "Dadurch habe ich ein wenig die Konzentration verloren, aber Schritt für Schritt kam das Selbstvertrauen zurück. Ich musste dann die ganze Zeit am Limit fahren, um Pol und Ianone wieder einzuholen."

In der Schlussrunde kam es dann zum Showdown zwischen Marquez und Espargaro: "Als ich in der letzten Runde die Chance sah, Pol zu überholen, habe ich alles riskiert. Ich wusste, dass es vielleicht besser wäre, an die Meisterschaft zu denken, aber es ist nun einmal mein Fahrstil, ich will immer gewinnen", erklärt Marquez. "Dieser Sieg war sehr wichtig, denn Pol ist auf dieser Strecke immer stark. So konnte ich meinen Vorsprung in der Meisterschaft um fünf Punkte ausbauen."

Espargaro freute sich über das packende Duell mit seinem Landsmann: "Es war ein schöner Kampf. Vielleicht eine Spur zu aggressiv, aber es hat Spaß gemacht", so der Spanier. "Es war ein gutes Rennen für uns. Es war zwar schwierig, Andrea zu überholen, ich musste hart kämpfen. Aber schließlich habe ich ihn gepackt. 20 weitere Punkte für die Meisterschaft, wir konnten den Vorsprung auf Andrea und Lüthi ausbauen", sagt Espargaro, der den WM-Titel offenbar schon abgeschrieben hat.

Der drittplatzierte Andrea Ianone sagt: "Es war ein schwieriges Rennen. Ich habe von Beginn an versucht wegzufahren." Der Italiener, der im kommenden Jahr in die MotoGP aufsteigt, lag in Misano mit der Getriebeabstimmung daneben - seine Speed Up war zu lang übersetzt. "Nach dem ersten Start habe ich realisiert, dass wir bei der Getriebeabstimmung nicht die beste Wahl getroffen haben. Daher war es schwierig, Espargaro und Marquez zu folgen. Im zweiten Rennen wollte ich einen Vorsprung herausfahren, aber das war nicht einfach. Marc und Pol konnten zu mir aufschließen", so Ianone. "Wir sind auf dem Podium, das ist immer ein gutes Resultat."

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